Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge wünscht Ihnen frohe Ostern.

Der Osterhase empfiehlt: "Kauf kein Ei mit der 3!"

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge wünscht Ihnen frohe Ostern.

Der Osterhase empfiehlt:

"Kauf kein Ei mit der 3!"

Bundesregierung soll Käfighaltung wieder abschaffen!

80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen keine Käfigeier und wählen zunehmend Eier aus artgerechten Haltungsformen. Inzwischen hat fast der komplette deutsche Lebensmitteleinzelhandel auf diesen Trend reagiert und wird bis Ende 2009 die Käfigeier (auch aus "ausgestalteten" Käfigen) ausgelistet haben. Das ist ein großer Erfolg von Millionen VerbraucherInnen und der Politik mit dem Einkaufskorb!


Ausgestaltete Käfige – schwarz-rote Mogelpackung

Das Bundesverfassungsgericht hat 1999 die Käfigbatterien wegen fehlender Tiergerechtigkeit für verfassungswidrig erklärt. 2002 gelang es der grünen Verbraucherschutzministerin Renate Künast dank großer Unterstützung von Tierschutzverbänden und VerbraucherInnen, mit einer neuen Nutztierverordnung das endgültige Verbot von Käfigbatterien ab dem Jahr 2007 durchzusetzen.

Doch aufgrund des starken Drucks der Käfighalter kippten Schwarz-Rot und einige Bundesländer Ende 2005 das Verbot der Käfighaltung. Seit dem 01.01.2009 ist nun die sogenannte Kleingruppenhaltung in "ausgestalteten Käfigen" zugelassen. Käfighennen, die bisher auf einer kleineren Fläche als ein Blatt Papier (Größe DIN A4) dahinvegetierten, wird in den neuen Käfigen ein zusätzlicher Platz von gerade mal zwei Bierdeckeln zugestanden. Damit ist arteigenes Verhalten wie Umherlaufen, Scharren im Boden, Sandbaden, Flügelschlagen und Nestbau weiterhin nicht möglich.

Dennoch setzt sich die Bundesregierung für eine Sonderkennzeichnung für Eier aus "Kleingruppenhaltung" ein. Das lehnen wir Grüne als Etikettenschwindel und Irreführung der Verbraucher entschieden ab. Denn Käfig bleibt Käfig -  und damit gehört auf jedes Käfig-Ei vorne die Ziffer drei!

Kennzeichnung auch für verarbeitete Produkte nötig

Trotz der breiten Ablehnung der Käfighaltung in der Bevölkerung wandern immer noch mehr als fünf Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung in Nudeln, Backwaren, Fertigprodukte, Mayonnaise und Eierlikör, ohne dass dies für den Verbraucher erkennbar ist. Daher fordern wir Grüne die gesetzliche Ausweitung der Eier-Kennzeichnung auf alle verarbeiteten Produkte!

Einzelne Unternehmen haben bereits bewiesen, dass es auch gut ohne Käfigeier geht: Dr. Oetker, Mars Süßwaren Europa oder Griesson-de Beukelaer verzichten in ihren Produkten darauf. Auch Aldi Nord will alle seine Lieferanten verpflichten, keine Käfigeier mehr zu verwenden.


Ökologische Tierhaltung fördern

Öko-Frühstückseier haben bereits einen im Vergleich zu anderen Ökoprodukten hohen Marktanteil von sechs Prozent. Aber bisher kann die große Nachfrage nach Freiland- und Ökoeiern nur durch zusätzliche Importe gedeckt werden, weil in Deutschland die schwarz-rote Regierung die EU-Fördermittel und Beihilfen für die Umstellung auf Ökolandbau bzw. ökologische Legehennenhaltung drastisch reduziert hat.

Die Bundesregierung verspielt so aus ideologischen Gründen und zugunsten der Käfigeierindustrie ein großes Marktpotential für deutsche Bio-Landwirte und überlässt ausländischen Produzenten das Geschäft.

Wir Grüne fordern daher:

    * sofortiger Stopp der tierquälerischen Käfig- und "Kleingruppen"-Haltung
    * kein Verbraucherbetrug durch Sonderregeln für die Kennzeichnung von Käfigeiern aus Kleingruppenhaltung
    * schnelle Ausweitung der Eier-Kennzeichnungspflicht auf verarbeitete Produkte
    * verstärkte Förderung tiergerechter und ökologischer Erzeugung.