Am 19. Februar: "Sturmläuten" zum Erhalt der Wetterwarte auf dem Fichtelberg

Montag, 13. Februar 2017

Auf Initiative des Schwarzenberger Türmers Gerd Schlesinger sowie des Glockenexperten Jörg Eller, findet am Sonntag, den 19. Februar, um 16.00 Uhr, an der Friedensglocke auf dem Fichtelberg-Plateau ein „Sturmläuten“ für die Wetterwarte statt. Damit wollen sie der Petition der erzgebirgischen GRÜNEN zum Erhalt der Wetterwarte Nachdruck verleihen (http://www.gruene-erzgebirge.de/petition-wetterwarte/).

Der Deutsche Wetterdienst plant, ab 2019 nur noch mittels eines automatisierten Messfeldes Wetterdaten zu ermitteln, was nach Meinung von Fachexperten voll zu Lasten der Qualität der Wetteraufzeichnungen gehen wird.

Viele automatische Messgeräte haben aufgrund der Witterungsverhältnisse auf Sachsens höchstem Gipfel die bisherigen Tests nicht bestanden und mussten wieder abgebaut werden.

Ohne jegliches Personal jedoch stünde eine deutschlandweit einmalig lückenlose Klimareihe vor dem Aus, die die über hundertjährige Fichtelberg-Wetterwarte vorzuweisen hat. Diese ununterbrochenen Aufzeichnungen waren trotz zweier Weltkriege, einem Großbrand, unzähliger Blitzeinschläge sowie Stromausfälle möglich. Im Gegensatz zu anderen deutschen Wetterwarten gab es auf dem Fichtelberg nie Dienstunterbrechungen.

Mit dem Sturmläuten der Friedensglocke, die als Denkmal für Frieden, Einigkeit und Gerechtigkeit am 3. Oktober 2010 geweiht wurde, wollen die beiden Schwarzenberger Glockenexperten ein Zeichen für den Erhalt der Fichtelberg-Wetterwarte setzen. 

Alle interessierten Bürger sind herzlich zum Sturmläuten eingeladen, wenn die Friedensglocke an dem Februar-Sonntag ihren Klang für den Fortbestand der Wetterwarte ertönen lässt. 

„Wir hoffen sehr, dass der Schall der Glocken vom Fichtelberg, der an diesem Tag unseren Protest zum Ausdruck bringt, bis nach Berlin ins Bundesministerium sowie nach Offenbach zum Deutschen Wetterdienst getragen wird, damit dort die Schließungspläne überdacht und wieder rückgängig gemacht werden“, so Ulrike Kahl von den erzgebirgischen GRÜNEN.