Fichtelberg-Wetterwarte: GRÜNE im Bundestag befragen Bundesregierung zur Zukunft der Wetterwarte

Mittwoch, 5. April 2017

Sebastian Walter, Bundestagskandidat der GRÜNEN im Erzgebirge

Die im Jahr 1916 eingeweihte Wetterwarte auf dem Fichtelberg war in den vergangenen einhundert Jahren ihrer Geschichte für die Klimaforschung von hohem Wert. Bis 2014 zählte sie gar zu einer von zwölf Klimareferenzstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ab 2019 beabsichtigt der Deutsche Wetterdienst nunmehr auf dem Fichtelberg vollständig auf den Einsatz von Fachpersonal zu verzichten und die Wetterdaten nur noch mittels eines automatisierten Messfeldes ohne jegliches Personal zu registrieren und zu übermitteln. Die Grünen im Erzgebirge haben in den vergangenen Wochen mehrfach auf das Thema aufmerksam gemacht. Nun folgte eine Kleine Anfrage des sächsischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn und weiterer Grünen-Bundestagabgeordneter zu den Plänen des Deutschen Wetterdienstes (Bundestags-Drucksache 18/11764).

Sebastian Walter (Grüne), Bundestagskandidat für den Erzgebirgskreis und Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Grünen-Bundestagsfraktion, erklärt hierzu:

"Wir Grüne hinterfragen die Pläne der Deutschen Wetterdienstes, da durch die Vollautomatisierung wesentliche Klimareferenzdaten unwiederbringlich verloren gehen würden. Von der Bundesregierung wollen wir eine Auskunft darüber, unter welchen Bedingungen eine Weiterführung der Wetterwarte auf dem Fichtelberg mit Fachpersonal möglich erscheint. Spannend ist auch zu erfahren, wie die Bundesregierung die Zuverlässigkeit und Qualität der Datenreihen bei einer Vollautomatisierung sicherstellen will. Hier hat die Bundesregierung in den Debatten zum Deutschen Wetterdienst am 21. März 2017 noch immer viele Fragen unbeantwortet gelassen. Wir Grüne stehen zur Fichtelberg-Wetterwarte und haken weiter nach."

Hintergrundinformation:

Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Annalena Baerbock, Matthias Gastel u.a.: "Zukunft der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (Bundestags-Drucksache 18/11764), abrufbar auf der Internetseite des Deutschen Bundestages: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/117/1811764.pdf