Geplantes Parkdeck am Forstparkplatz - Stadt sollte über Alternativen nachdenken

Montag, 27. Februar 2017

Zum geplanten Bau eines Parkhauses in der Schwarzenberger Altstadt im Bereich des Forstparkplatzes äußert sich Ulrike Kahl aus dem Bürgerbüro der GRÜNEN am Markt folgendermaßen:

„Da das Projekt des Parkhauses nunmehr konkretere Formen anzunehmen scheint und der Bereich des Forstparkplatzes in den Fokus der Planungen rückt, stellt sich für die Anwohner des Areals sowie für uns GRÜNE die Frage, inwieweit die am Hang des jetzigen Parkplatzes existierende Feuersalamander-Population Berücksichtigung findet und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Seit Jahrzehnten beobachten Bewohner von Rösselberg, Vorstadt und Uferstraße die vom Aussterben bedrohte Amphibienart, die sich in dem durch Mauern terrassierten Gelände offensichtlich sehr heimisch fühlen. Nach sommerlichen Regengüssen können die Salamander in reichlicher Anzahl in diesem innerstädtischen Biotop gesichtet werden. “

Gemäß Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz ist der Feuersalamander in Deutschland „besonders geschützt“. In Sachsen wird auf er auf der „Roten Liste“ in der Kategorie 2 als „stark gefährdet“ geführt.

Sowohl die Staatsregierung als auch die Landkreise und zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich seit vielen Jahren für den Schutz dieser Lurchart, die nur durch Sicherung und Aufwertung ihrer Lebensräume in ihrem Fortbestand erhalten werden kann.

„Sollte es also Bedarf an zusätzlichen Parkplätzen im Altstadtgebiet geben, dann muss zum Erhalt dieses innerstädtischen Biotops mit geschützten Arten über Alternativstandorte nachgedacht werden. Prüfen sollte man daher eine Erweiterung des Hammerparkplatzes durch eine eventuelle Aufstockung oder die Fläche am alten Steinbruch an der Eibenstocker Straße, so Ulrike Kahl.