GRÜNE kritisieren Umgang der evangelischen Kirchgemeinde mit Klaffenbacher Kantor als menschenverachtend

Montag, 7. September 2015

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge kritisieren den Umgang der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Chemnitz-Klaffenbach mit ihrem Organisten, welcher von der Gemeinde wegen seiner Homosexualität des Amtes enthoben wurde.

"Auf ihrer Homepage wirbt die Pfarrgemeinde damit, das Menschen entdecken sollen "wie wertvoll und geliebt sie von Gott sind" und ein jeder in der Gemeinde "seine geistliche Heimat finden soll". Das, was der Organist in dieser Gemeinschaft jedoch erleben musste, ist Diskriminierung und praktizierte Menschenverachtung", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

"Es ist für mich betrüblich und erschreckend zugleich, wie viel Herzenskälte und Ächtung sowohl die Mitglieder des Kirchenvorstandes wie auch der Pfarrer dieser christlichen Gemeinde gegenüber einem Menschen mit anderer sexueller Orientierung an den Tag gelegt haben. Es wäre zu wünschen, dass sowohl Bischof als auch der Superintendent des Kirchenbezirkes Stellung zu diesem Vorfall in Klaffenbach beziehen."

Die evangelische Kreuzgemeinde Chemnitz-Klaffenbach gehört zum Kirchenbezirk Annaberg und bildet gemeinsam mit den erzgebirgischen Nachbarpfarrgemeinden Neukirchen und Adorf ein Schwesternkirchspiel.