GRÜNEN-Fraktionschef Volkmar Zschocke hinterfragt im Ministerium Brücken-Planungen im Muldental bei Bockau

Mittwoch, 2. August 2017

Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN-Landtagsfraktion

Der Antwort auf die jüngste Kleine Anfrage des Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im sächsischen Landtag, Volkmar Zschocke, ist zu entnehmen, dass noch in diesem Monat mit den Arbeiten zum Bau der Muldentalbrücke an der Bundesstraße 283 bei Bockau begonnen werden soll.
Wie Wirtschaftsminister Dulig bestätigt,  wird erst nach der Inbetriebnahme des neu errichteten Brückenbauwerkes, welche voraussichtlich im September 2019 erfolgen soll, die alte denkmalgeschützte Rechenhausbrücke abgerissen werden.


Der GRÜNEN-Abgeordnete erkundigte sich, ob in den Planungen der dort befindliche Altbergbau von Form des Christian- und Laurentiusstollens Berücksichtigung fand und welche möglichen Kostenerhöhungen damit verbunden sind. Nach Aussage des Wirtschaftsministeriums wurde ein Gutachten zur Erkundung für Altbergbau angefertigt, nachdem im Bereich des neuen Bauwerkes nicht mit Hohlräumen zu rechnen ist.
Da in diesem Bereich des Muldentales auch geschützte Arten wir Schwarzstorch, Feuersalamander und Fledermäuse ihre Lebensbereiche haben, hinterfragte Volkmar Zschocke ferner wie die Belange des Naturschutzes berücksichtigt wurden. Der Wirtschaftsminister verweist in seiner Antwort auf einen dazu erarbeiteten Artenschutzfachbeitrag, wo nach alle bekannten geschützten und gefährdeten Tierarten erfasst seien und man nach detaillierter Prüfung zu dem Schluss kommt, dass kein Verbotseintritt zu erwarten ist.

Die GRÜNEN möchten die historische Flussquerung, die mit dem Floßgraben und dem Rechenhaus ein Ensemble bildet, aus Denkmal- und Naturschutzgründen erhalten und plädieren für die Erarbeitung eines Nachnutzungskonzeptes.