Am 29.05. in Schneeberg: Podiumsdiskussion der GRÜNEN-Landtagsfraktion zum Thema Denkmalschutz

Wolfram Günther, denkmalschutzpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, lädt für Freitag, den 29. Mai 2015 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Zwischen Abrissförderung und Denkmalschutz - Stadtentwicklungspolitik in Sachsen" nach Schneeberg ein.

Das Podium wird besetzt sein mit:

Wolfram Günther, denkmalschutzpolitischer Sprecher, GRÜNE-Landtagsfraktion Sachsen

Thomas Schubert, Ingenieurbüro für Kirchenbau, Glocken und Denkmalpflege

Ulrike Kahl, Denkmaleigentümerin

Moderation: Uwe Kaettniß

Veranstaltungsort & Zeit: 29.5.2015, 18:00 Uhr in Schneeberg, Goldne Sonne, Fürstenplatz 5

Hintergrund:

Kulturdenkmäler sind nicht nur bedeutend für den Tourismus im Erzgebirge, sondern haben auch eine herausragende Bedeutung für die Identität der Einwohner. Fehlende Nutzungsideen, mangelnde Finanzausstattung und gelegentlich geringe Wertschätzung erschweren auch im Erzgebirge den Erhalt der Denkmallandschaft.

Im Erzgebirgskreis sind seit dem Jahr 2000 ca. 300 Baudenkmale und damit knapp 5 Prozent der vorhandenen Kulturdenkmale abgerissen worden. Allein in den beiden zurückliegenden Jahren gingen 35 Kulturdenkmale im Kreis unwiederbringlich verloren, darunter das Hammerherrenhaus in Schönheide oder eine Villa in Grünhain-Beierfeld. Aktuell liegen derzeit für 25 Kulturdenkmale im Erzgebirgskreis Abriss- bzw. Teilabrissgenehmigungen vor. Im Raum Aue-Schwarzenberg betrifft dies z. B. ein Marktgebäude in Eibenstock, Baumfällungen auf dem Trinitatisfriedhof in Schneeberg und auch die Scheune der "Langen Villa" in Aue.

Wir wollen uns gemeinsam mit fachkundigen Denkmalpflegern, lokalen Akteuren und interessierten Bürgerinnen und Bürgern austauschen: Welche Alternativen gibt es zum Abriss? Wie kann bürgerschaftliches und Verwaltungshandeln gestärkt und kombiniert werden? Welche erfolgreichen Initiativen existieren bereits in Sachsen? Welche Einflussmöglichkeiten hat der Freistaat gesetzgeberisch und organisatorisch? Wie stellt sich die Situation in der Region Schneeberg und im Erzgebirge dar?