Antje Hermenau beim politischen Aschermittwoch: "Die GRÜNEN sind die Pro-Welterbe-Partei"

Antje Hermenau während ihrer Aschermittwochsrede

Volkmar Zschocke vermisste den Schnee im Erzgebirge

Albrecht Krumbiegel parodierte Erich Honecker

Sterni und "Freunde"

Für die Musik sorgte Sterni (ehem. De Krippelkiefern) mit seinem Kollegen

Der politische Aschermittwoch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge war gleich in seiner ersten Auflage ein voller Erfolg. Mit rund 60 Besuchern war der "Staahaadler Aff" in Steinheidel-Erlabrunn fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Dem Anlass entsprechend sparten die beiden Hauptredner aus Dresden nicht mit derber Kritik an der CDU/FDP-Landesregierung.

Die Fraktionsvorsitzende Antje Hermenau machte am Beispiel der Welterbe-Bewerbung deutlich, wie wendig CDU und FDP sein können: "Die GRÜNEN im Erzgebirge waren schon dafür, die "Montanregion Erzgebirge" ins Weltkulturerbe aufzunehmen, als andere die Abkürzung UNESCO noch googeln mussten. Viele Jahre waren wir hier die treibende Kraft. Die GRÜNEN sind die Pro-Welterbe-Partei. Nun wollen sich viele, die lange schwer dagegen waren, ungeniert mit fremden Federn schmücken und so tun, als seien sie auch schon immer dafür gewesen."

Zum Datenskandal der NSA meinte Hermenau: "Sicher ist eigentlich nur noch der Holzmichel ohne Strom und Breitbandinternet."

Albrecht Krumbiegel, als Redner der Erzgebirgs-GRÜNEN, kritisierte FDP-Wirtschaftsminister Morlok dafür, in Sachsen neue Braunkohletagebaue zu forcieren, anstatt auf Erneuerbare Energien zu setzen. In Anspielung auf dessen Nachnamen sagte er: "Die Silhouette sächsischer Braunkohlekraftwerke wird schon "Mor-Look" genannt."

Der Landesvorsitzende der GRÜNEN, Volkmar Zschocke, kritisierte bezogen auf die Einstellung von Bahnstrecken im Erzgebirge die Scheinheiligkeit mancher CDU-Politiker daheim im Wahlkreis: "Vor Ort hü und in Dresden hott. Im Landtag für die Streichung beim Bahnverkehr stimmen, vor Ort dagegen protestieren - das ist typisch für die sächsische CDU."

Im Hinblick auf die Kreistagswahl im Mai ging Zschocke auf die Ziele der Partei vor Ort ein: "Die GRÜNEN im Erzgebirge haben ihre Kandidatenzahl für die Kreistagswahl verdreifacht. Eine so große Liste zeigt: Wir sind wild aufs Einmischen und Mitgestalten!"