B93n: Die Kuh ist noch längst nicht vom Eis

In der vergangenen Woche hat der Kreistag in Karlovy Vary (Karlsbad) den Bau einer Verlängerung der Bundesstraße 93 von Zwickau nach Johanngeorgenstadt über die Grenze hinweg abgelehnt. Ein solches Projekt sei zu teuer und schädige die Umwelt, erklärte die Karlsbader Kreisregierung.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge freuen sich über die Entscheidung des Karlsbader Kreistags, warnen aber zu gleich vor zu früher Euphorie.

Dazu Ulrike Kahl, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen im Erzgebirge:

„Der Beschluss des Karlsbader Kreistags gegen eine grenzübergreifende Schnellstraße durch den Erzgebirgswald ist ein weiterer Schritt hin zur Verhinderung des Straßenprojekts. Allerdings warnen wir vor verfrühter Freude.

Als nächstes muss jetzt die tschechische Staatsregierung dieses Votum übernehmen. Erst dann besteht tatsächlich eine klare ablehnende Position von tschechischer Seite.

Zudem ist der Ausbau der B93 nach wie vor noch im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben. Damit ist die Kuh noch längst nicht vom Eis. Wir kämpfen weiter gegen dieses weder wirtschaftlich noch ökologisch zu rechtfertigende Projekt.“

Das Erzgebirge durch Straßenbau wirtschaftlich zu fördern, hält der grüne Kreisverband für nicht zielführend. Daher kämpfen sie seit langem zusammen mit der deutschen "Bürgerinitiative B93"und der Initiative "Bürger für Lebensqualität im Erzgebirge" in Tschechien gegen den geplanten Ausbau der Bundesstraße.

Der tatsächliche Standortnachteil des Erzgebirges sind nicht mangelnde Straßen, sondern das nicht flächendeckende Netz an Breitbandinternet. Da liegen die derzeitigen Infrastrukturprobleme unserer Region.

 

Links:

Bürgerinitiative B93  - www.buergerinitiative-b93.de

Bürger für Lebensqualität im Erzgebirge - www.blatna-cz.com/sdruzeni

Datenautobahn Erzgebirge - www.datenautobahn-erzgebirge.de