Bebauung Frischegarten Burkhardtsdorf - Künftige Starkregenereignisse und Flächenfraß verlangen verantwortungsvolles Handeln der Behörden

Ulrike Kahl, Kreisrätin der GRÜNEN

Zur geplanten Bebauung des Frischegartens Burkhardtsdorf äußert sich Kreisrätin Ulrike Kahl wie folgt:

"Ein Jeder wird noch gut die Bilder des Hochwassers vom Juni 2013 vor Augen haben, als die Zwönitz, zu einem reißenden Fluss angeschwollen, auch durch Burkhardtsdorf strömte und angrenzende Ufergebiete überflutete. Auch wissen wir, dass sich Starkregenereignisse dieser Art aufgrund des Klimawandels künftig mehren werden. 

Vor diesem Hintergrund sollten in den Genehmigungsbehörden verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden. Es sind daher Zweifel erlaubt, woher die Landkreisverwaltung die Sicherheit nimmt, dass das geplante Bebauungsgebiet nicht als festgesetztes Überschwemmungsgebiet gilt.

Aber noch ist keine abschließende Entscheidung getroffen, so dass - auch im Sinne möglicher Grundstücksinteressenten -  zu hoffen ist, dass nur einer Bebauung im oberen Bereich des Frischegartens stattgeben wird und  nicht wie vorgesehen dort letztendlich 10 Wohngrundstücke entstehen.

Ferner sei noch darauf verwiesen, dass jegliche Bebauung unmittelbar unseren Boden betrifft, mit einer weiteren Flächenversiegelung einhergeht und Hochwasser begünstigt. Diesen folgenschweren Kreislauf gilt es zu durchbrechen.

In Deutschland werden nach aktuellen Angaben des Umweltbundesamtes täglich 66 Hektar Fläche versiegelt, das entspricht 94 Fußballfeldern pro Tag. Den Kommunen kommt im Kampf gegen den zunehmenden Flächenfraß eine besondere Verpflichtung zu, der sowohl Räte als auch Genehmigungsbehörden gerecht werden müssen."