Bodenuntersuchungen des Leibniz-Instituts: Auch Staatsregierung dementiert Endlager-Suche

Annekathrin Giegengack, Mitglied des Sächsischen Landtags

Nach den ersten Berichten zu Jahresbeginn über die geplanten Bodenuntersuchungen des Leibniz-Institutes im Raum Schwarzenberg-Schneeberg-Aue, kontaktierten besorgte Bürger das Abgeordneten-Büro der Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Schwarzenberg.

Sie vermuteten, dass sich hinter den bevorstehenden Tiefenerkundungen im Auftrag der Bundesregierung auch eine mögliche Atommüll-Endlagersuche verbirgt, da seit Jahren in diesem Zusammenhang der Granit der „Kirchberger Platte“  von Experten immer wieder als „untersuchungswürdige" Gesteinsformationen ins Gespräch gebracht wurde.

Die GRÜNEN-Abgeordnete reichte daraufhin bereits im Februar bei der Sächsischen Landesregierung eine Kleine Anfrage ein. In deren Antwort erteilte das Umweltministerium allen Spekulationen einer Endlagersuche eine Absage. So heißt es in der Antwort der Regierung: "Es ist kein Anliegen dieser Untersuchung, Erkenntnisse zu gewinnen, inwieweit vorhandene Bergwerke oder Hohlräume die Lagerung von "Atommüll" zulassen könnten."

Vielmehr sollen die 3D-seismischen Untersuchungen ein Abbild des Untergrunds liefern, um „geeignete Ansatzpunkte für eine Tiefenbohrung zur Gewinnung von tiefer Erdwärme zu finden.“ Darüber hinaus werden laut Umweltministerium „die Ergebnisse auch für die geowissenschaftliche Landesaufnahme zur Verfügung stehen“. 

Annekathrin Giegengack dazu:

„Wir nehmen Umweltminister Kupfer hier beim Wort und werden auch künftig sehr genau darauf achten, dass alle Aktivitäten mit der gebotenen Aufklärung und Transparenz erfolgen. Erst recht, wenn sie in Richtung Endlagersuche deuten.“

Die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen sollen im Jahr 2013 veröffentlicht werden und zudem Eingang in wissenschaftliche Publikationen im In- uns Ausland finden.