Bundestagsabgeordneter Kühn (GRÜNE) spricht in Berlin mit Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes über die Zukunft der Wetterstation auf dem Fichtelberg

Stephan Kühn, Sächsischer Bundestagsabgeordneter der GRÜNEN

Der sächsische Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) trifft sich am 2. Juni 2017 mit Präsidenten des Deutschen Wetterdienst (DWD), Prof. Dr. Adrian, in Berlin:

"Wir GRÜNEN wollen die mit Personal besetzte Wetterstation auf dem Fichtelberg erhalten. Denn mit der Umstellung auf automatischen Betrieb nimmt der Deutsche Wetterdienst einen Qualitätsverlust der klimatologischen Messreihen in Kauf. Mir ist schleierhaft, wie man an den Automatisierungsplänen festhalten kann, wenn ganz offensichtlich die technischen Probleme nicht in den Griff zu bekommen sind. Ich erwarte hierzu Aufklärung durch den DWD-Präsidenten Prof. Adrian. Bisher konnte er nicht erklären, wie die hohe Datenqualität beim automatisierten Betrieb gesichert werden kann. Ich befürchte, dass dadurch über 100 Jahre Wetteraufzeichnung auf dem Fichtelberg vollständig entwertet werden.

Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass dem Fichtelberg der Status der Klimareferenzstation entzogen wurde ist, obwohl der Fichtelberg die Kriterien erfüllt und zum Beispiel lange Zeitreihen ununterbrochener Messungen an einem Standort vorweisen kann. Ich hoffe auch hier, dass beim DWD ein Umdenken stattfindet", erklärt Stephan Kühn.