Bundestagskandidat Bert Meyer: "Straßenbauer werden zu Naturschützern…"

Bert Meyer, GRÜNER Bundestagskandidat im Wahlkreis Erzgebirge I

... zumindest dann, wenn es um das Für und Wider von Kraftwerken vor der eigenen Haustür geht. So entdecken die "Windparkrebellen" von der FDP (siehe Wochenspiegel vom 24. Juli 2013) den zweckdienlichen Wert unserer erzgebirgischen Kulturlandschaft. Vor Jahren hörte man aus derselben Ecke die Rufe nach dem "Erzgebirgsschnellweg", der eben diese Landschaft von Ost nach West als breites Asphaltband zerschneiden sollte. Schon damals war klar, dass so etwas topografisch bedingt mit etlichen Brückenbauten verbunden gewesen wäre, die unser Erzgebirge ästhetisch "bereichert" hätten.

Doch nun berichtet die Presse fortlaufend, wie sich auch Kommunalpolitiker anlässlich der Windkraftthematik mit Naturschutz beschäftigen. Plötzlich hört man die exakten Namen bedrohter Tierarten aus Mündern, denen man solche Fachkenntnis nie zugetraut hätte.

Wir GRÜNE werten das positiv und freuen uns, wieder einmal die geistigen Vorreiter gewesen zu sein. Von uns gab und gibt es kein pauschales Pro oder Contra zu Windkraft, Biogas oder Wasserkraft an jedem beliebigen Standort. Wir machen es uns nicht einfach, wägen ab und spielen Naturschutz und erneuerbare Energien nicht gegeneinander aus. Wir möchten Planungssicherheit für Investitionen in erneuerbare Energien, auch im Sinne einer verlässlichen Wirtschaftspolitik. Dazu gehört eine Positivliste von Standorten, an denen Energiegewinnung ohne unzumutbare Beeinträchtigungen für Mensch und Natur möglich ist. So wäre nicht bei jedem Projekt wieder und wieder die leidige Grundsatzdiskussion zu führen (Siehe dazu das Positionspapier der Erzgebirgs-GRÜNEN aus dem Jahr 2011).

Zudem freuen wir uns, dass der Naturschutzaspekt jetzt auch beim neoliberal-konservativen Lager gebührende Wertschätzung erfährt. Wir gehen davon aus, dass das künftig bei allen Infrastrukturprojekten, nicht nur bei der Windkraft, der Fall sein wird. Wir sprechen uns wieder!

 

  • Besuchen Sie Bundestagskandidat Bert Meyer auch auf seiner Internetseite www.bert-meyer.de.