Chemieunfall in Schwarzwasser und Mulde: Umweltministerium bleibt Antworten schuldig

Die GRÜNEN im Erzgebirge halten die Antworten auf den Fragenkatalog der Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack an Staatsminister Kupfer bezüglich des skandalösen Chemieunfalls in Schwarzwasser und Mulde für sehr unzulänglich.

Ulrike Kahl, Vorstandsmitglied der erzgebirgischen GRÜNEN

Die GRÜNEN im Erzgebirge halten die Antworten auf den Fragenkatalog der Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack (GRÜNE) an Staatsminister Kupfer bezüglich des skandalösen Chemieunfalls in Schwarzwasser und Mulde für sehr unzulänglich.

So bleibt das Ministerium unter anderem die Antwort schuldig, welche konkreten Ergebnisse der vorliegende veterinärmedizinische Zwischenbericht der Landesuntersuchungsanstalt aufweist und warum die stark toxischen Substanzen noch immer nicht benannt werden können.

„Der sich selbst anzeigende Unternehmer muss ja wohl wissen, welche Chemikalien er mutmaßlich auf diese schändliche Art und Weise billig entsorgen wollte", so Ulrike Kahl von den GRÜNEN im Erzgebirgskreis.

"Eine Schädigung des Grund- und Trinkwassers befürchtet die Staatsregierung nicht, vermag sie offensichtlich jedoch auch nicht auszuschließen. Ebenso verhält es sich mit den Gefahren für die menschliche Gesundheit, für die bisher nach Auskunft des Ministeriums keine belastbaren Erkenntnisse vorliegen. Über die Hautreizungen an den Armen der Angler beim Abfischen der toten Fischkadaver sehen die Behörden offenbar hinweg.

Die Erzgebirgs-GRÜNEN fordern daher eine offensive und umfassendere Aufklärung der Bevölkerung. Es ist nicht zumutbar, dass man jedes Detail des Vorfalls scheibchenweise einfordern muss."