Chemnitzer Modell nach Aue stockt - GRÜNE kritisieren Salami-Taktik des VMS

Uwe Kaettniß, Kreisvorsitzender der GRÜNEN im Erzgebirge

Die Erweiterung des Chemnitzer Modells nach Thalheim und Aue ist endgültig ins Stocken geraten. Noch immer liegt kein Baurecht für den Umbau von Chemnitz durch das Zwönitztal vor. Diese ist notwendig, damit die neuen Stadtbahnen im Halbstundentakt bis Thalheim und im Stundentakt bis Aue fahren können.

Die GRÜNEN im Erzgebirgskreis sind über die neuerliche Verzögerung beim Umbau der Strecke und den damit in der Folge weiter verlängerten Übergangsbetrieb durch Busse im Zwönitztal irritiert. Der VMS hätte aus Sicht der GRÜNEN von vornherein die Karten auf den Tisch legen müssen. 

"Der VMS hätte von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen. Es ist hinlänglich bekannt, dass auch das Eisenbahnbundesamt an einem Personalmangel leidet. Warum vertröstet der VMS die Menschen entlang der Strecke immer wieder mit neuen Terminen, wenn man auch gleich mit offenen Karten spielen kann?", fragt Uwe Kaettniß, Kreisvorsitzender der GRÜNEN in Richtung des Verkehrsverbundes.

"Gerade für die Stadt Aue ist eine Schienenanbindung nach Chemnitz von enormer Bedeutung für Entwicklung der Region. Mit dieser Salami-Taktik sorgt der VMS weiter für Verdruss über den Nahverkehr hier in der Region. Wann ist denn der VMS zuletzt in Aue gewesen, um die Bürger über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren?", hinterfragt Kaettniß die Informationspolitik des Verkehrsverbundes.

"Bei der Informationspolitik ist beim VMS noch ordentlich Luft nach oben. Ich meine, das kann der VMS auch besser", so GRÜNEN-Kreisvorsitzende Uwe Kaettniß abschließend.