CittaSlow-Projekt braucht auch Nachahmer im Erzgebirge: Weg zu zukunftsfähigen Städten mit genussvollem Leben ist lohnend

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Bezugnehmend auf den Freie Presse-Artikel „Das weltweite Projekt ohne das Erzgebirge“ in der Stollberger Ausgabe, erklärt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge folgendes:

Vor reichlich vier Jahren, im Februar 2013, verabschiedeten und publizierten die erzgebirgschen GRÜNEN das Positionspapier „Für lebendige Innenstädte in unserer Heimat“. Darin legten sie eine Bestandsaufnahme des Innenstadtlebens der Städte im Erzgebirgskreis dar und zeigten in zwölf Punkten Handlungsoptionen für eine Innenstandentwicklung auf.

Im Rahmen des 12-Punkte-Plans thematisierten sie als einen dieser Punkte das globale Prädikatsziel „CittaSlow - eine lebenswerte Stadt“.

„Mit dieser Anregung wollten wir deutlich machen, dass das internationale CittaSlow-Konzept auch unter touristischen Gesichtspunkten impulsgebend für unsere Innenstädte sein kann.

In einer Zeit, wo die Nachfrage nach dem Besonderen steigt, die Unterschiede zwischen den Regionen aber zunehmend verflachen und typische Besonderheiten mehr und mehr verschwinden, sehen wir auch heute noch in einer Beteiligung an dieser weltweiten Initiative eine Möglichkeit zum Gegensteuern. Die Einzigartigkeit unserer Kleinstädte kann somit noch besser herausgestellt und beworben werden. 

Wir sind überzeugt, dass es die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Kleinstadt fördert und das Bewusstsein für die Besonderheiten steigert, wenn jene auch aktiv in den Prozess mit eingebunden werden.

Wenn wir verinnerlichen, dass wir darauf achten müssen, dass auch unsere Urenkel noch gern und gesund hier wohnen, dass unsere historische Bausubstanz unser Wucher und unsere Nahrung von guten, regionalen Erzeugern kommen muss, sind wir schon auf einem guten Weg.

Wir GRÜNE möchten die CittaSlow-Idee für ein genussvolles Leben in unseren historischen Städten gern weitertragen und Stadtoberhäupter, Ratsmitglieder, Gewerbetreibende und Bürger dafür gewinnen. Dabei sind wir uns bewusst, dass dies ein langer Weg ist, der auch spezielle Kümmerer braucht, aber zugunsten von mehr Lebensqualität lohnend und zukunftsfähig ist“, so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.