Denkmalschutz in Drebach wird Thema im Landtag: GRÜNE verlangen Auskunft

Der Parlamentarische Geschäftsführer und kulturpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag Dr. Karl-Heinz Gerstenberg hat eine Kleine Landtagsanfrage zum Thema "Denkmalabriss in Drebach (Landkreis Erzgebirge)" gestellt.

 

Hintergrund der Anfrage ist der Verkauf eines denkmalgeschützten Gebäudes in Drebach (Erzgebirge) durch den Freistaat Sachsen zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro. Der Käufer ist die Kommune, die das Denkmal nun abreißen möchte. Brisant daran ist: neben der Kommune soll es Zeitungsberichten zufolge einen weiteren Kaufinteressenten gegeben haben.

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, Kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion

GRÜNE verlangen Auskunft: Warum werden denkmalgeschützte Häuser abgerissen, obwohl weitere Kaufinteressenten vorhanden waren ?

Der Parlamentarische Geschäftsführer und kulturpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, hat eine Kleine Landtagsanfrage zum Thema "Denkmalabriss in Drebach (Landkreis Erzgebirge)" gestellt.

Hintergrund der Anfrage ist der Verkauf eines denkmalgeschützten Gebäudes in Drebach (Erzgebirge) durch den Freistaat Sachsen zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro. Der Käufer ist die Kommune, die das Denkmal nun abreißen möchte. Brisant daran ist: neben der Kommune soll es Zeitungsberichten zufolge einen weiteren Kaufinteressenten gegeben haben.

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg möchte nun von der Staatsregierung wissen, ob es neben dem Kaufangebot der Kommune weitere Gebote gab, wie hoch deren angebotene Kaufpreise waren und was die Gründe für den Verkauf an die Kommune waren.

Der Abgeordnete befürchtet durch derartige Praktiken einen Ausverkauf sächsischer Denkmäler. Schon seit Jahren werden unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Rahmen des Bund-Länderprogramms Stadtumbau Ost vom Markt genommen - also abgerissen - um den bestehenden Wohnungsleerstand zu bekämpfen. Dies geschieht meist sehr unkoordiniert und verläuft darüber hinaus sehr intransparent.

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg fragt daher auch, ob die Meinung der zuständigen Denkmalschutzbehörde eingeholt worden war und welche Position diese vertreten hat.

Die Antwort der Staatsregierung wird am 7. Juni vorliegen.