Einschränkung der Postdienstleistungen im Erzgebirge nicht hinnehmbar

Die GRÜNEN und mit ihnen viele Bürger in Breitenbrunn sind empört. Im Ortsteil Antonsthal musste zu Jahresbeginn die in der örtlichen Bäckerei betriebene und gut frequentierte Postagentur schließen.  

 

Das bedeutet, dass es im Ort fortan nicht mehr möglich ist, Päckchen und Pakete aufzugeben. Die einstige Agentur wurde zum sogenannten „Verkaufspunkt“ degradiert und kann allenfalls die Bürger noch mit Briefmarken und Paketmarken versorgen. Doch damit nicht genug: In der vergangenen Woche wurde selbst der einzige Briefkasten im ca. 700 Einwohner zählenden Ortsteil von Breitenbrunn vom Bäckereigebäude demontiert.

Agentur und Briefkasten sollen nun ersetzt werden durch den „Mobilen Post-Service“, d. h., der örtliche Briefzusteller ist befugt, diese Dienstleistungen mit zu übernehmen. Der Einspareffekt der Aktiengesellschaft des Bundes, die in diesem Zusammenhang von „Optimierung“ spricht, ist nicht erkennbar, zumal die Postfahrzeuge Antonsthal in jedem Fall durchfahren müssen.

Die GRÜNEN finden, dass die Einschränkungen der Postdienstleistungen im ländlichen Raum  nicht mehr hinzunehmen sind. Die Deutsche Post AG mutet ihren Kunden ständig steigende Preise – für ein Päckchen bezahlt man seit Jahresbeginn 4,10 EUR -  bei ständig gesunkenem Service zu. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandels sind gewisse Basisdienstleistungen im ländliche Raum ein Erfordernis.

Ein Briefkasten, den gern der Postzusteller mit leeren kann, gehört daher zur elementarsten Infrastruktur einer Ansiedlung. Die sinkende Lebensqualität der Bürger macht unsere Orte nicht attraktiver, so dass weitere Abwanderungen vorprogrammiert sind.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge werden über ihre Landtagsabgeordnete Giegengack eine Kleine Anfrage zum Thema bei der Landesregierung einreichen.