Ergebnisse des Fahrrad-Klimatest 2016: Bundestagskandidat Sebastian Walter: „Beim Radverkehr im Erzgebirge bleibt noch viel Arbeit!“

Sebastian Walter, Bundestagskandidat der GRÜNEN im Erzgebirge

Das Erzgebirge muss in Sachen Fahrradverkehr noch deutlich aufholen. Das ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Fahrrad-Klimatests 2016 des ADFC, welcher heute im Bundesverkehrsministerium vorgestellt worden ist. Teilnehmende Städte im Erzgebirgskreis waren in der größten deutschlandweiten Umfrage zum Radverkehr die drei Städte Annaberg-Buchholz, Olbernhau und Zschopau. Während Zschopau wegen zu geringer Teilnehmerzahlen keine Bewertung erhielt, kam Olbernhau mit einer ermittelten Schulnote 4,23 lediglich auf Platz 329 unter den 364 bewerteten Städten mit weniger als 50.000 Einwohnern in Deutschland. Die Kreisstadt Annaberg-Buchholz landete mit der Durchschnittsnote 4,34 gar auf Platz 343 unter 364 allen deutschen Städten unter 50.000 Einwohnern. Trotz der schlechten Bewertungen hat die Stadt Olbernhau gegenüber dem vergangenen Fahrrad-Klimatest 2014 die Note spürbar verbessert, so das Resultat des ADFC.

Zum heute bekannt gegebenen Abschneiden der erzgebirgischen Städte beim ADFC-Fahrradklimatest 2016 erklärt Sebastian Walter, Grünen-Bundestagskandidat für den Erzgebirgskreis:

„Beim Radverkehr im Erzgebirge bleibt noch viel Arbeit. In den beiden bewerteten Städten fühlen sich die Radfahrer unsicher und es herrscht kein gutes Fahrradklima. Dafür trägt auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Verantwortung. Denn anstatt den Radverkehr konsequent zu fördern, lässt der Minister die Städte und Gemeinden im Stich. Oder er legt den Kommunen sogar Steine in den Weg, wenn es um Modellversuche zu Schutzstreifen außerorts geht, den er seit Jahren blockiert.

Damit sich die Bedingungen beim Radverkehr im Erzgebirge verbessern, müssen die Verantwortlichen auf allen Ebenen an einem Strang ziehen und den Radverkehr gemeinsam mutiger fördern. Das gilt genauso für die in Sachsen regierenden Parteien CDU und SPD, von denen wir bei der Radpolitik seit Jahren nur Ankündigungen vernehmen. Selbst die bescheidenen Fördermittel für den Bau von Radwegen an Staatsstraßen und die Haushaltsmittel für den kommunalen Radewegebau verfallen in Sachsen Jahr für Jahr weitgehend ungenutzt.

Die nächste Bundesregierung muss beim Radverkehr deutlich aktiver werden: Wir Grüne wollen die Investitionen in Radschnellwege vervierfachen, für gute Radstreifen und Radwege an Bundesstraßen sorgen und moderne Verkehrsregeln schaffen, damit das Radfahren für alle Menschen sicher und komfortabel ist.“