Erzgebirge kann keine ernsthafte Endlager-Option sein

Annekathrin Giegengack, Mitglied des Sächsischen Landtags

Am 29. September berichtete die FREIE PRESSE darüber, dass Standorte im Erzgebirge in einem Gutachten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe als in Betracht kommende Endlagerstätten für Atommüll diskutiert werden:

"Die Landtagsabgeordnete Annekathrin Giegengack (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), die für die Region Chemnitz-Erzgebirge im Parlament sitzt, bekräftigte im Gespräch mit der "Freien Presse", dass Deutschland sich der Atommüllfrage endlich konkret stellen müsse. Darüber, dass das Erzgebirge auf der Liste möglicher Standorte steht, zeigte sie sich jedoch verwundert.

"Das Problem jeden Bergbaus in unserer Region ist das Wasser", sagte Giegengack. "Es gibt Risse und Spalten, durch die Wasser eindringt und wieder hinausläuft. Die Gefahr, dass es zu einer radioaktiven Verseuchung des Grundwassers kommt, ist real." Auch die Schwarmbeben-Aktivität aus Richtung Vogtland dürfe man nicht außer Acht lassen. "Man kann das Erzgebirge nicht ernsthaft für ein Atommüll-Endlager in Erwägung ziehen", erklärt Giegengack."