Erzgebirgs-GRÜNE beschließen "Sieben-Punkte-Plan" zum Tourismus

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge freuen sich über die Berufung von Veronika Hiebl als neue Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge und wünschen ihr für ihre neue Aufgabe eine glückliche Hand. Sie stammt aus dem Schwarzwald und war zuletzt für die Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg tätig.

Die Erzgebirgs-GRÜNEN hatten erst letztes Jahr in ihrem Positionspapier „Natürlich Tourismus – Grüne Impulse für das Erzgebirge“ angeregt, Führungspositionen im Tourismusmarketing mit Fachleuten zu besetzen, die nicht aus der Region selbst kommen und frischen Wind mitbringen.

Den Wechsel in der Geschäftsführung des Tourismusverbandes verbinden die GRÜNEN im Erzgebirge mit dem Wunsch, dass es nun endlich den nötigen Durchbruch in der Branche gibt, der die Region möglichst bald zu einem international wahrgenommenen und akzeptierten Mittelgebirgs-Reiseziel macht.

Aus grüner Sicht kommt es jetzt darauf an, die Kommunikation des Erzgebirges als Reiseland sowohl nach innen als auch nach außen zu forcieren. Der Kreisvorstand der GRÜNEN im Erzgebirge hat dazu auf seiner letzten Sitzung am 14. April in Schwarzenberg einen Sieben-Punkte-Plan verabschiedet, den er der neuen Geschäftsführerin als eine Art Wunschzettel mit auf den Weg geben möchte:

Sieben-Punkte-Plan von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Tourismus im Erzgebirge:

  1. Straffung der zersplitterten Verbandslandschaft hin zu einem Tourismusverband Erzgebirge, der als einheitlicher Ansprechpartner kompetente Dienstleistungen aus einer Hand anbieten kann
  2. Regelmäßige Vernetzungstreffen mit den Branchenvertretern und Bildung von Fachgruppen zum Ausbau von Public-Private-Partnership-Projekten
  3. Bewusstseinsbildung in der Region, was es bedeutet, ein anspruchsvolles Urlaubsziel zu sein; insbesondere Vermittlung der Notwendigkeit von Bildungs- und Weiterbildungsangeboten
  4. Schaffung einer einheitlichen und benutzerfreundlichen Internet-Plattform für die ganze Region zur Buchung von Übernachtungen
  5. Unterstützung und Impulsgebung bei der Entwicklung attraktiver und naturnaher Ganzjahresangebote, um  die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Wintersport zu verringern und einen durchgängigen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen
  6. Professionalisierung, Vereinheitlichung und Koordinierung der Messeauftritte des Erzgebirges im In- und Ausland in enger Abstimmung mit der öffentlichen Hand und der Wirtschaftsförderung
  7. Werben um mehr ausländische Gäste, vor allem durch die Verwirklichung des Welterbeprojektes „Montanregion Erzgebirge“, eine Einbindung erzgebirgischer Bergstädte in die Dresden-Programme internationaler Reiseveranstalter und Berücksichtigung des Besucheraufkommens in Mitteldeutschland im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017