Erzgebirgs-GRÜNE fordern breites Bündnis gegen Rechts

Ulrike Kahl, Vorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN

In Anbetracht des enormen Zulaufes, den die von der NPD in Schneeberg initiierten Demonstrationen gegen Asylsuchende erfahren, sprechen sich die Erzgebirgs-GRÜNEN für ein noch breiteres Bündnis gegen Rechts in der Region aus. Aus Sicht der GRÜNEN sind nicht nur die Schneeberger, sondern alle zivilgesellschaftlichen Kräfte, Organisationen, Institutionen und Parteien im gesamten Kreisgebiet gefordert, sich aktiv für eine menschenwürdige, tolerante und offene Gesellschaft einzusetzen, um damit klarzustellen, dass das Erzgebirge nicht die braune Ecke Deutschlands ist.

Dazu Ulrike Kahl, Vorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN:

"Es geht längst nicht mehr nur um Schneeberg - mittlerweile ist das gesamte Erzgebirge durch die braunen Machenschaften in Verruf geraten. Der Imageschaden, den das um Fachkräfte, Rückkehrer und Touristen werbende Erzgebirge in den letzten Wochen erlitten hat, ist vermutlich kaum noch wettzumachen. Rechtes Gedankengut in einer Gegend, die Weltkulturerbe werden möchte, verbietet sich von selbst.

Jetzt sind alle Akteure der Region gefordert zu zeigen, dass die Nazis in Schneeberg in der Minderheit sind. Wir meinen, dass sowohl Landrat und Kreistag, Wirtschaftsförderung und Tourismusverband, Erzgebirgsverein und der FC Erzgebirge Aue, Kirchgemeinden und Gewerkschaften sowie all jene, die sich unserer Heimat verbunden fühlen, nun Farbe bekennen müssen, um aufzuzeigen, dass wir eine mehrheitlich menschenfreundliche und weltoffene Region sind."

Gegendemonstration am 16. November in Schneeberg

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonnabend, den 16. November, wenn das "Bündnis für Menschlichkeit" in Schneeberg zur Gegendemonstration aufruft. Dieser Aufruf sollte von allen gesellschaftlichen Akteuren unterstützt und mitgetragen werden.