Erzgebirgs-GRÜNE fordern einmütiges Bekenntnis des Landrates für die Montanregion Erzgebirge

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge hat mit Wohlwollen die Erklärung von Sachsens Innenminister Ulbig anlässlich der Regionalkonferenz in Thum zur Kenntnis genommen, dass die Landesregierung die Bewerbung der Region zum Weltkulturerbe unterstützt.

 „Nun sind die restlichen Städte und Kommunen, in denen die gelisteten Bergbaudenkmale stehen, aufgefordert, der so genannten Pilotstudie zuzustimmen, welche eine wichtige  Voraussetzung für die Aufnahme in die Welterbeliste darstellt.

Auch vom bisherigen Skeptiker Landrat Vogel fordern wir ein klares Bekenntnis zum Projekt.“, so Ulrike Kahl vom Kreisvorstand der GRÜNEN.

Schließlich hatten führende CDU-Landespolitiker aus dem Erzgebirge in der Vergangenheit gegen das Welterbeprojekt opponiert.  So bediente Steffen Flath immer wieder das Käseglocken- Argument, wonach der Welterbestatus die hiesige Wirtschaft ausbremse und keine Entwicklung zulasse.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß forderte gar den äußerst engagiert arbeitenden Verein „Montanregion Erzgebirge“ zur Einstellung seiner Arbeit auf und wünschte ihm eine „Beerdigung erster Klasse“.

Der Kreisverband der GRÜNEN streitet seit Jahren für den Schutz der weltweit einmaligen Industriekulturlandschaft im Erzgebirge und weiß um die große Anziehungskraft als auch Verantwortung, die mit  UNESCO-Titel verbunden sind.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen hatten schon im Januar des vergangenen Jahres auf Antrag der Erzgebirger die „Montanregion Erzgebirge“  in ihr Landtagswahlprogramm aufgenommen. Damit waren Sachsens GRÜNE die einzige Partei im Freistaat, die sich unter dem Slogan „Trommeln für das Erzgebirge“ für das Welterbeprojekt stark machte.