Erzgebirgs-GRÜNE: Positionspapier für ländliche Lebensräume verabschiedet

Bert Meyer, Mitglied des Kreisvorstands der Erzgebirgs-GRÜNEN

In ihrer jüngsten Kreismitgliederversammlung fassten die Erzgebirgs-GRÜNEN einen Grundsatzbeschluss für ein gleichberechtigtes Miteinander städtischer und ländlicher Lebensräume. Vor dem Hintergrund starker Zuwanderung in die deutschen Ballungsräume, in Sachsen insbesondere Dresden und Leipzig, wendet sich das Papier gegen den vorschnellen, unüberlegten Ruf nach zusätzlichem Siedlungsraum in den betroffenen Städten.


"Dort werden mit hohem Ressourceneinsatz, der letztlich von den Bürgern zu tragen ist, innerstädtische und periphere Naturräume zur Disposition gestellt. Nachhaltige Erfolge bleiben jedoch zweifelhaft: Die Erfahrung lehrt, dass Mietpreisbremse, Bau von Sozialwohnungen und ähnliche Instrumente nur beschränkt zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen werden", so Bert Meyer, Kreisvorstandsmitglied.


"Gleichzeitig haben sich mittlerweile viele Regionen außerhalb der Großstädte wirtschaftlich stabilisiert und bieten, wie z.B. das Erzgebirge, ein vielfältiges Potential für Arbeit, Wohnen und Lebensqualität - ohne dass mit öffentlichen Mitteln neue Infrastrukturen geschaffen werden müssen. Diese Betrachtungen sollten politisch offen und ehrlich kommuniziert werden, damit sie von den Menschen bei der Wahl ihres Lebensmittelpunktes stärker Berücksichtigung finden können", so der erzgebirgische GRÜNE weiter.