Erzgebirgs-GRÜNE sehen Explosionsstörfall bei UNIPETROL mit großer Sorge und fordern Ursachenforschung

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge zeigen sich angesichts der Explosionen beim Chemiekonzern UNIPETROL im tschechischen Litvinov sehr besorgt und fordern die zuständigen Behörden sowohl auf deutscher als auch auf tschechischer Seite auf, eine Gesundheitsgefährdung der Bürger im betroffenen Teil des Erzgebirges durch permanente Messanalysen zu vermeiden und erforderlichenfalls notwendige Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Erst im Mai hatten sich die erzgebirgischen GRÜNEN mit Vertretern der GRÜNEN-Partei Nordböhmens getroffen und die Gefahren, die von dem petrochemischen Unternehmen ausgehen, thematisiert.

Nach Aussagen der tschechischen GRÜNEN werden die durch UNIPETROL seit Jahren verursachten Luftverschmutzungsprobleme bei den Bürgern zwar wahrgenommen, jedoch akzeptiert. Eine Emissionsreduzierung käme in den Augen der meisten Bewohner der Region einer Deindustrialisierung gleich, da das Unternehmen ca. 2 500 Menschen beschäftigt und weitere 1.500 in Subunternehmen tätig sind.

"Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist größer als das von Medizinern belegte Gesundheitsrisiko. Zudem verwässern Interessengruppen die gesamte Problemlage. Wir fordern, dass das Unternehmen nach dem jetzigen Störfall eine gründliche Ursachenforschung betreibt und die notwendigen Konsequenzen zieht. Zudem hoffen wir, dass die Explosion auch das Problembewusstsein der dort lebenden Bevölkerung ein Stück weit erhöht.", so die Kreisvorsitzende Ulrike Kahl.