Erzgebirgs-GRÜNE verurteilen versuchten Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Aue

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN im Erzgebirge

Die erzgebirgischen GRÜNEN zeigen sich erschüttert über den versuchten Brandanschlag auf die Flüchtlingsnotunterkunft in Aue, in welcher seit Jahresbeginn Asylbewerber untergebracht sind.

Dazu Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN:

"Wir sind in höchstem Maße besorgt darüber, dass im Landkreis erneut versucht wurde, eine Flüchtlingsunterkunft mittels Brandsätzen zu attackieren. Diese in höchstem Maße verabscheuungswürdigen Taten, wie wir sie auch bereits zu Weihnachten in Dörfel erleben mussten, zeugen von einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft und einer rassistischen Einstellung von Bürgern, die selbst vor Menschenleben nicht halt macht.

Beschämend ist das auch deshalb, weil Aue erst kürzlich wegen fremdenfeindlicher Strömungen in der Stadt in den Fokus bundesweiter Berichterstattung geraten war. Noch letzte Woche versuchte der Oberbürgermeister, die Diskussion wieder einzufangen und die Fremdenfeindlichkeit zu relativieren. Nun folgt dieser Brandanschlag. Die Vorkommnisse der letzten Nacht zeigen, dass es nicht hilft, die Probleme klein zu reden. Im Zweifel reicht es für einen Brandanschlag aus, wenn schon bei Einzelnen rassistisches Gedankengut und Gewaltbereitschaft aufeinandertreffen. Aue braucht eine Null-Toleranz-Politik gegen Rassismus.

Wir hoffen, dass es den Ermittlungsbehörden schnell gelingt, die Täter zu identifizieren. Der Rechtsstaat muss zeigen, dass er handlungsfähig ist."