Erzgebirgs-GRÜNE zur UNESCO-Bewerbung: „Trommeln für das Erzgebirge wird lauter“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge begrüßen den in der vergangenen Woche gefassten Beschluss zur UNESCO-Bewerbung der „Montanregion Erzgebirge“ des FDP-Kreisverbandes sowie die jüngst zugesagte Unterstützung des Landrates Frank Vogel nach Jahren des Ringens als Schritte in die richtige Richtung.

Für die immer noch anklingenden Zweifel seitens der FDP sehen die GRÜNEN jedoch keinen Grund: Erst im April dieses Jahres hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für deutsche Welterbestätten das Investitionsprogramm bis zum Jahre 2014 um weitere 70 Millionen Euro aufgestockt. Gefördert werden damit Investitionen und Konzepte, die der Erhaltung, Sanierung oder Weiterentwicklung der UNESCO-Stätten dienen. Teile dieser Mittel würden bei einer erfolgreichen Bewerbung der Montanregion dann auch den erzgebirgischen Kommunen zufließen und so die Finanzierung des Projekts absichern. So erhielten in diesem Sommer unter anderem die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg rund 4,2 Mio Euro vom Bund.

Auch zeigen Städte, wie beispielsweise Quedlinburg, das sich seit 1994 mit dem UNESCO-Titel schmücken darf, welch enormen Aufschwung der Tourismus in Welterbe-Regionen nehmen kann und wie die heimische Wirtschaft davon profitiert.

Wenn die FDP fordert, dass einzelne Objekte später aufgrund anderweitiger Planungen wieder "Ausscheren“ können sollen, so verkennen die Liberalen dabei, dass die von der Projektgruppe der Bergakademie Freiberg mit den beteiligten Kommunen erarbeiteten Objektstudien schon heute die langfristigen Entwicklungen der Stätten und auch Planungen in deren Umfeld in ihre Konzeption einbeziehen.

Zu wünschen ist daher, dass sich die erzgebirgische FDP künftig noch mutiger zur Bewerbung bekennt und der Einfluss des Kreisverbandes ausreicht, um sich damit auch im eigenen Landesverband ausreichend Gehör zu verschaffen.

Der Kreisverband der GRÜNEN streitet seit Jahren für den UNESCO-Titel für die weltweit einmalige Industriekulturlandschaft im Erzgebirge und weiß um die große Anziehungskraft als auch Verantwortung, die mit UNESCO-Titel verbunden sind.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen hatten schon im Januar des vergangenen Jahres auf Antrag der Erzgebirger die „Montanregion Erzgebirge“  in ihr Landtagswahlprogramm aufgenommen. Damit waren Sachsens GRÜNE die einzige Partei im Freistaat, die sich unter dem Slogan „Trommeln für das Erzgebirge“ für das Welterbeprojekt stark machte.