Fichtelberg-Wetterwarte: GRÜNE und Wetter-Experten wenden sich mit Offenem Brief an die Bundeskanzlerin

Am 17. August wird Angela Merkel im Rahmen des Bundestagswahlkampfes der Kreisstadt Annaberg-Buchholz einen Besuch abstatten.

Das nehmen Politiker der GRÜNEN, die sich seit Monaten für den Fortbestand des Personals auf der Fichtelberg-Wetterwarte einsetzen, sowie Fachexperten zum Anlass, sich mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu wenden.

„Die Kanzlerin ist diese Woche im Erzgebirge, in Sichtweite der Wetterwarte, zu Gast. Wir vertrauen darauf, dass Frau Merkel als ausgewiesene Naturwissenschaftlerin unseren, im Brief aufgeführten Argumenten und Befürchtungen folgen kann, die die geplante Vollautomatisierung dieser Bergstation durch den Deutschen Wetterdienst zur Folge hätte. Wir hoffen, dass sie alles in ihren Kräften stehende tut, damit auch in Zukunft unsere Wetterbeobachter Datenmaterial in der erforderlichen Qualität liefern können“, so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

Der Offene Brief an die Bundeskanzlerin wurde unterzeichnet von:

  • Stephan Kühn MdB, Verkehrspolitischer Sprecher Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Volkmar Zschocke MdL, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sachsen
  • Sebastian Walter, Bundestagskandidat, WK 164, Mitglied des Landesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Ulrike Kahl, Kreisrätin im Erzgebirgskreis, Kreisvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirgskreis
  • Uwe Kaettniß, Kreisvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirgskreis, Landesparteiratsmitglied
  • Jörg Bartholomäus, Kreisrat Erzgebirgskreis, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Kay Meister, Kreisrat Erzgebirgskreis, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Donald Bäcker, Synoptischer Meteorologe, Wetterberichterstatter ARD
  • Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe, Potsdam, Klimaforscher, Gründungsmitglied und Abteilungsleiter a. D. des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
  • Wilfried Küchler, Dresden, Dipl.- Meteorologe, Entwickler des Klimamodells WETTREG, Preisträger der Sächsischen Akademie der Wissenschaften


Im Juni dieses Jahres wurde bereits eine Petition für den Erhalt der Wetterwarte auf dem Fichtelberg mit über 6.500 Unterstützern im Deutschen Bundestag eingereicht.