GRÜNE bedauert Weggang des Auer Jugendwartes - Menschenverachtung und Herzenskälte sind erschreckend

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgischen GRÜNEN

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN im Erzgebirge, bedauert zutiefst den Weggang des allseits beliebten Auer Jugenddiakons Jens Ullrich.

„Dass dieser nun für immer dem Erzgebirge und der sächsischen Landeskirche den Rücken kehrt, ist für uns nach all den Demütigungen und Verletzungen, die er in den vergangenen zweieinhalb Jahren ertragen musste, zwar verständlich, aber schmerzt all jene hart, die sich für Menschenwürde einsetzen und die Hoffnung hegten, dass in unserer Gesellschaft derartige Diskriminierungen längst der Vergangenheit angehörten. - Weit gefehlt! Es ist erschreckend, wie viel Menschenverachtung, Selbstgerechtigkeit und Herzenskälte im so genannten „frommen Erzgebirge“ Mitmenschen anderer sexuellen Ausrichtung entgegengebracht werden oder wie viele sich einfach in Schweigen hüllen. Besonders betrüblich ist es für mich, wenn man selbst in diesem Kirchenbezirk und dieser Landeskirche zu Hause ist.“

„Wir GRÜNEN wünschen Jens Ullrich einen neuen, guten Start in einem anderen Bundesland, in dem ihm als Mensch die gebührende Wertschätzung entgegengebracht wird und er dort seine segensreiche Arbeit mit Jugendlichen unter gänzlich anderen Voraussetzungen fortführen kann“, so Ulrike Kahl.

Jens Ullrich hat kurzfristig um Aufhebung seines Arbeitsverhältnisses gebeten und wird am 29.04.2018 im Jugendgottesdienst in Grünhain verabschiedet.