GRÜNE begrüßen steigende Anzahl von Imkern und Bienenvölkern im Erzgebirgskreis trotz widriger Umstände

Wie eine Anfrage der Kreisrätin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ulrike Kahl, an die Landkreisverwaltung ergab, befindet sich die Imkerei im Landkreis im Aufwind. So haben sich nach Angaben der Tierseuchenkasse sowohl die Anzahl der Hobbyimker als auch die der Bienenvölker maßgeblich erhöht. Registrierte die Tierseuchenkasse vor drei Jahren noch 200 Imker mit insgesamt 3.978 Bienenvölkern, sind es im Erzgebirgskreis nunmehr 642 Imker mit über 5.134 Völkern.

„Wir GRÜNEN sind erfreut darüber, dass sich ganz offenbar wieder ein größeres Interesse an der Bienenhaltung abzeichnet - sei nun der Grund dafür die Gewinnung von eigenem Honig oder die Arbeit für die Arterhaltung der Natur. Wir sind den Imkern sehr dankbar für diese Leistung, zumal sie die für uns lebenswichtige Aufgabe allen widrigen Umständen zum Trotz unbeirrt fortsetzen. Denn der Gesundheitszustand unserer Honigbienen ist besorgniserregend. Bienenschädliche Pflanzenschutzmittel schwächen das Immunsystem der Tiere, die dadurch unter anderem anfällig für die sich seit Jahren ausbreitende Varroa-Seuche werden. Die Landkreisverwaltung geht von einem flächendeckenden Befall auch im Erzgebirgskreis aus.“

Ohne Pestizide mehr gesunde Honigbienen - Landwirte und Imker müssen kooperieren

„Gewähren wir den Bienen nicht den entsprechenden Schutz, in dem wir den Einsatz von Pestiziden zugunsten unbedenklicher Alternativlösungen herunterfahren, kann die auch volkswirtschaftlich unverzichtbare Bestäubungsleistung der Insekten nicht mehr erbracht werden. Neben politischen Entscheidungen, wie dem überfälligen Verbot von bienenschädlichen Pflanzenschutzmitteln, ist eine enge Kooperation zwischen Landwirten und Imkern unverzichtbar. Optimalerweise ist der Landwirt, wie in Zeiten vor der Kollektivierung, auch gleichzeitig Imker“, so die GRÜNE Kreisrätin.