GRÜNE fordern Aufklärung des Fischsterbens: „Informationspolitik erinnert an DDR“

Annekathrin Giegengack, Mitglied des Sächsischen Landtags

Einen Monat, nachdem tausende Fischkadaver das Schwarzwasser hinab trieben, wird die Öffentlichkeit noch immer über Ursache, Verursacher und Auswirkungen des vermutlichen Chemieunfalls im Unklaren gelassen.

Es ist nicht hinnehmbar und höchst verantwortungslos, dass Ämter und Polizei die Bevölkerung auch Wochen danach noch in Ungewissheit lassen und sich hinter weiteren Ermittlungen verschanzen. Die Bürger indes dürfen weiter rätseln, ob die Fließgewässerverseuchung, welche das massenhafte Sterben von Flussgetier zur Folge hatte, möglicherweise auch Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben kann.

„Wir fordern daher sofortige Aufklärung und Transparenz. Das Gebaren der Behörden erinnert fatal an die Informationspolitik, die vor über zwanzig Jahren bei Umweltdelikten in der damaligen DDR praktiziert wurde.“, so die GRÜNE Landtagsabgeordnete Annekathrin Giegengack.

Die Landtagsabgeordnete hatte sich bereits wenige Tage nach dem Fischsterben mit einer Kleinen Anfrage und einem Fragenkatalog über Ursachen und Folgen an den Sächsischen Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gewandt. Bisher erhielt sie vom Ministerium aber noch keine Antwort.