GRÜNE fordern energetische Neuausrichtung im Erzgebirgskreis

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN appelliert angesichts der verheerenden Atomkatastrophe in Japan an die regionalen Energieversorger und Stadtwerke,  ihre Anteile an Atomstrom schnellstmöglich weiter zu reduzieren. Einige regionale Anbieter haben schon heute einen beträchtlichen Anteil Ökostrom in ihrem Angebot. Die anstehende Neubewertung der Atomenergie fordert jedoch einen noch konsequenteren und rascheren Umstieg auf die Erneuerbaren sowie einen Wechsel in der Gesamtstrategie, die auch auf neue Investitionen in Kohlekraftwerke verzichten muss. Die Investitionen der Zukunft sollten im Bereich von effizienten Erneuerbare-Energie-Anlagen, Kraft-Wärme-Kopplungs- und emissionsarmen Kondensationskraftwerken liegen.

Wir rufen auch die Landkreisverwaltung sowie die Städte und Gemeinden des Erzgebirgskreises dazu auf, den Strombezug in ihren kommunalen Einrichtungen, sowie in ihren Eigenbetrieben und Wirtschaftsbeteiligungen so umzugestalten, dass kein Atomstrom mehr zum Einsatz kommt.

Große Hoffnungen richten die GRÜNEN außerdem auf die Bürgerinnen und Bürger, sich angesichts der furchtbaren Ereignisse in Fukushima entschiedener als bisher einzumischen.

Den Ausstieg aus der Kernenergie kann auch jeder selbst vollziehen, indem man zu günstigen Ökostromanbietern wechselt oder sich energetisch selbst versorgt. Wohnungs- und Hauseigentümer sollten mehr auf dezentrale Erzeugungsformen setzen, um sich künftig keinem Preisdiktat unterwerfen zu müssen.

Die Erzgebirgs-GRÜNEN fordern ebenso die Kommunalparlamente und -verwaltungen auf, Anträge von Bürgern zur Errichtung von Kleinwindkraftanlagen etc. positiv zu bescheiden und jene nicht im bürokratischen Sumpf von Scheinargumenten versinken zu lassen.