GRÜNE fordern Erhalt des Seiffener Spielzeugmuseums mit Kulturraumgeldern

Annekathrin Giegengack, Abgeordnete der GRÜNEN im Sächsischen Landtag

Der drohende finanzielle Kollaps treibt derzeit mehr und mehr Kommunen zu massiven Einschränkungen im Kulturbereich, obwohl gerade dieser Etat einer der kleineren Posten im kommunalen Haushalt der Gemeinden ist.

Jüngstes Beispiel dazu ist die Forderung der Kommunalaufsichtsbehörde, das traditionsreiche Seiffener Spielzeugmuseum europaweit auszuschreiben. 

„Wir GRÜNE bestärken die Gemeinde im Kampf um ihre Kultureinrichtung, welche nach kriegsbedingter Schließung 1953 wieder öffnen konnte und begreifen den Museumsbetrieb in Seiffen als kommunale Pflichtaufgabe. Diese erwächst daraus, dass das Haus mit seinem angegliederten Freilichtmuseum ein wissenschaftlich profiliertes Spezialmuseum der erzgebirgischen Spielzeugindustrie von überregionaler Bedeutung und langer Tradition ist und
selbst den böhmischen Teil des Erzgebirges nicht ausblendet.“, so
Annekathrin Giegengack, Landtagsmitglied der GRÜNEN.

„Das Erzgebirgische Spielzeugmuseum ist zudem eines der ganz wenigen in Sachsens Kulturlandschaft, welches sich zu über 50 Prozent aus eigenen Einnahmen finanzieren kann. Mit einer Erhöhung der Kulturraumzuschüsse könnte der verschuldeten Kommune unter die Arme gegriffen werden. Einem weiteren Raubbau unserer sächsischen Kulturlandschaft, die geistiges Fundament unserer Gesellschaft ist,  dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Entscheidend ist allein der politische Wille.“