GRÜNE fordern für Hohndorfer Linden artenschutzrechtliche Prüfung

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge kritisieren die beabsichtigten Fällungen der beiden alten Linden in Hohndorf, ohne dass vorher eine artenschutzrechtliche Prüfung erfolgt ist. Den Planern und Räten müsste bekannt sein, dass gerade große, alte Bäume - eine der Linden steht dort schon seit über 200 Jahren - eine hohe Artenschutzrelevanz haben. Es ist in diesem Falle naheliegend, dass gerade Fledermäuse, die als streng geschützte Art der auf der Roten Liste stehen, die Höhlungen des Baumes als Winter- und Sommerquartier nutzen.

"In diesem Fall besteht ein Anhaltspunkt dafür, dass mit der Fällung der Bäume streng geschützte Arten samt ihrem Lebensraum vernichtet würden. Deshalb plädieren wir dringend dafür, die Untere Naturschutzbehörde mit einzubeziehen. Die geplanten Fällungen auf der Nordstraße konterkarieren u. a. auch den Internationalen Tag des Artenschutzes, den wir in dieser Woche begehen", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

"Zu glauben, dass mit Neupflanzungen ein Ausgleich oder Ersatz geschaffen wird, ist irrwitzig. Die Leistung, die ein alter, großer Baum für Mensch und Tier erbringt, ist einfach immens. Dazu bräuchte es wieder 200 Jahre - Zeit, die wir angesichts unserer Umweltsünden aber nicht haben."