GRÜNE fordern gentechnikfreies Erzgebirge

Anti-Gen-Mais-Aktion am 01. Mai 2010

Das dritte Jahr in Folge wurde auf den Biobauernhof Vogel in Erlbach Kirchberg Bantam-Mais gesät

Am 01. Mai riefen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge das dritte Frühjahr in Folge zur Anti-Genmais-Aktion auf dem Biobauernhof Vogel in Erlbach Kirchberg auf.

Insbesondere Familien waren eingeladen, gemeinsam mit der Familie des Landwirtes und Freunden des BUND auf den Feldern des Bauernhofes, Dorfstr. 163, die Bantam-Maiskörner in die Erde zu bringen. 

Die klassische und für den menschlichen Verzehr geeignete Maissorte „Golden Bantam“ steht nicht nur symbolisch für ein gentechnikfreies Saatgut, sondern ist auch samenfest. Das heißt, die im Herbst geernteten Maiskörner können auch wieder zur Aussaat im nächsten Frühjahr verwendet werden. Diese Eigenschaft haben nur noch wenige Züchtungen.

Die Aktion trug zudem zu mehr Transparenz bei, denn laut Gentechnikgesetz muss Landwirten, die konventionellen Mais anbauen, mitgeteilt werden, wer im Umfeld gentechnisch veränderte Sorten anbaut.

Im vergangenen Jahr wurde der Anbau der Genmaissorte MON810 in Deutschland verboten, doch bereits in naher Zukunft  werde über die Wiederzulassung der Gentechpflanze wieder beraten, mutmaßen die Experten von der bundesweiten Initiative „Save our seeds“.

„Den Interessen der Verbraucher, die zu 80% Gentechnik ablehnen, wird viel zu wenig Rechnung getragen, ebenso wie den Landwirten, die biologisch und gentechnikfrei produzieren wollen“, so Ulrike Kahl vom Kreisvorstand der GRÜNEN. „Es wäre wünschenswert, der Erzgebirgskreis würde dem Beispiel der Stadt Chemnitz folgen und eine gentechnikfreie Schutzzone beschließen. Das stünde auch dem Image unserer Region gut zu Gesicht, als Herkunftsort für unbelastete und gesunde Lebensmittel zu fungieren.“