GRÜNE fordern Tabuzonen für Windkraft - Keine Abstriche an Energiewende

Der Kreisverband Erzgebirge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat auf seiner Mitgliederversammlung am Freitag, den 09. September in Lengefeld u.a. folgenden Beschluss gefasst:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten dafür ein, die Energieversorgung im Erzgebirge mittelfristig auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Dabei hat auch der Windenergieausbau große Potentiale. Unternehmen und Energiekonzerne drängen hierbei auch zum Ausbau in den Höhenlagen des Erzgebirges. Dies führt zu Konflikten mit Bevölkerung und Natur. Der Kreisverband Erzgebirge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert deshalb eine bessere Beteiligung der Gemeinden bei Planung und Erträgen, sowie Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz.

Bürgerbeteiligung stärken

Wir möchten, dass mit den Bürgerinnen und Bürgern die besten Lösungen gesucht werden und nicht gegen sie. Bereits in der Phase der Bedarfsfeststellung neuer Windenergieanlagen müssen Anwohner und Gemeinden rechtzeitig und verbindlich beteiligt werden. Sie müssen die Prüfung von Standortalternativen verbindlich durchsetzen können.

Regionen profitieren

Von der Energiewende sollen zukünftig auch stärker die Regionen selbst profitieren. Wir sehen darin große Chancen neuer Wertschöpfung für die Erzgebirgsgemeinden, den Mittelstand und die Stadtwerke. Auch Bürgerinnen und Bürger können gemeinsam Windkraftanlagen betreiben.

Taburäume für sensible Landschaftsbereiche

Wir fordern klare Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz: Auch im Erzgebirge müssen Vorrangflächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden. Die Errichtung von Anlagen in sensiblen Landschaftsbereichen ist weder notwendig noch wünschenswert.

So können auch viele der heute vorhandenen Windräder durch weniger, aber leistungsstärkere und im Betrieb leisere neue Anlagen ersetzt (Repowering) und so die Landschaftsbelastung minimiert werden.