GRÜNE fordert breiten Diskussionsprozess zur Weiterentwicklung des Kulturraumgesetzes

Ulrike Kahl, Kreisrätin der GRÜNEN im Erzgebirgskreis

Zur Forderung des langjährigen Kulturraumsekretärs Wolfgang Kalus, bei der Anpassung des Sächsischen Kulturraumgesetzes vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten in diesem Bereich die Landesmittel zu erhöhen, erklärt Ulrike Kahl, Kreisrätin und Vorstandsmitglied der GRÜNEN im Erzgebirge:

"Die Anpassung des Kulturraumgesetzes kann nur durch einen breit angelegten Diskussionsprozess aller Akteure der sächsischen Kulturlandschaft und unter Einbeziehung externen wissenschaftlichen Sachverstandes erfolgreich weiterentwickelt werden."

Mittel für kommunale Kultur real um ein Fünftel zurückgegangen

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte Anfang Mai dazu eine Studie zur Zukunft der Sächsischen Kulturräume vorgelegt, die Prof. Dr. Matthias Vogt als Direktor des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen erstellte.

"Das Resultat dieser Studie zeigt uns, dass ohne ein Gegensteuern der Staatsregierung künftig ein fortschreitender Kulturabbau in den Kulturräumen zu erwarten sein wird. Die Mittel für die kommunale Kultur sind real um ein Fünftel zurückgegangen. Um das Gesetz sowohl im Hinblick auf Kostensteigerungen als auch den demografischen Wandel zu ertüchtigen und weiterzuentwickeln, hilft uns kein "Weiter so" - das führt zwangsläufig in eine Abwärtsspirale, die unsere reichhaltige, von allen geschätzte und anerkannte Kulturlandschaft akut gefährdet.

Auch Fachkräfte, die das Erzgebirge künftig dringend braucht, werden ihre Entscheidung, hier zu leben, vom kulturellen Umfeld abhängig machen.Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere kommunale Kulturinfrastruktur zunehmend unter Druck gerät, denn gerade in einer globalisierten Welt ist die kulturelle Identität einer Region von zunehmender Bedeutung", so die erzgebirgische GRÜNE.