GRÜNE kritisieren beabsichtigte Einstellung des Bahnbetriebes von Aue nach Chemnitz - Notwendige Bemühungen für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem werden ausgebremst

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Die erzgebirgischen GRÜNEN halten die ab 2017 beabsichtigte Einstellung des Bahnbetriebes der Strecke von Aue nach Chemnitz für nicht hinnehmbar und fordern deren Weiterbetrieb.

"Damit würde das Westerzgebirge von seinem sogenannten Tor, der Stadt Chemnitz, bahnmäßig völlig abgekoppelt", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

"Zu vielen Schülern, Azubis und Studenten, die diese Strecke bisher benutzen, sorgt seit den letzten Monaten noch die völlig neue Nutzergruppe der Flüchtlinge für steigende Fahrgastzahlen. Das scheinen die Verantwortlichen wohl auch völlig ausgeblendet zu haben."

"Ebenso würde die Einstellung dieser Bahnstrecke das Parkplatzkonzept der Fußballstadt Aue unterhöhlen, wenn den Fans die viel propagierte und genutzte Möglichkeit genommen wird, zu den Spielen per Erzgebirgsbahn anzureisen. Extra dafür wurde schließlich in einen Haltepunkt investiert."

"Mit der beabsichtigten Abbestellung der Strecke bremst der VMS und letztlich der Freistaat alle notwendigen Bemühungen für ein ökologisches und damit zukunftsfähiges Verkehrssystem aus. Dies wollen und können wir GRÜNEN nicht hinnehmen."

"Was letztlich immer von Neuem zu beklagen ist: Finanzmittel für Bau und Sanierung öffentlicher Vorhaben sind stets vorhanden, aber für den Betrieb der eigentlichen Angelegenheit sind letztlich keine Gelder da. So geht man mit Steuermitteln nicht um!", so Kahl weiter.