GRÜNE: Landesamt soll Forderung von Tempo 30 an B 174/ Großolbersdorf akzeptieren

Gisela Kallenbach, Umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion

Die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Gisela Kallenbach, erhielt nunmehr die Antwort auf ihre Kleine Anfrage zum Thema "Lärmschutz an der B 174 in Großolbersdorf" aus dem Wirtschaftsministerium.

Hintergrund der Anfrage waren die aktuellen Lärmschutzprobleme, welche auch die örtliche Bürgerinitiative an der Bundesstraße 174 in der Gemeinde Großolbersdorf seit Jahren anprangert. Die GRÜNE Landtagsabgeordnete wollte von Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) u. a. wissen, wie die Staatsregierung den konkreten Maßnahmenvorschlag der Gemeindeverwaltung Großolbersdorf, aus Lärmschutzgründen auf den beiden Ortsdurchfahrten die erlaubte Geschwindigkeit zwischen 22 und 6 Uhr auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, bewertet.

Dazu Ulrike Kahl, Leiterin des GRÜNEN Bürgerbüros im Erzgebirge:

"Die Antwort des Ministers bestätigt nun auch offiziell, dass die gesundheitsrelevanten Lärmpegel an der B 174 überschritten werden und die Gesundheit der Anwohner im Nahbereich der Bundesstraße von Großolbersdorf vom Straßenverkehrslärm gefährdet ist.

Allein dieser Fakt sollte dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, welches im Moment noch den Widerspruch der Gemeinde prüft, Anlass genug sein, grünes Licht für eine Reduzierung des Tempos auf 30 Kilometer pro Stunde während der Nachtzeiten zu geben.

Allerdings können wir GRÜNE die Hoffnung auf den Bau einer Ortsumfahrung nicht teilen, da allein die Anmeldung des Freistaates dieser Maßnahme im neuen Bundesverkehrswegeplan in keiner Weise eine Garantie für dessen tatsächliche Realisierung bedeutet. Auch das Landesamt weiß, dass zu viele Vorhaben und zu wenig finanzielle Mittel den Bundesverkehrswegeplan seit Jahren ausbremsen und sollte daher die Forderung der Gemeinde Großolbersdorf von Tempo 30 akzeptieren - denn Lärm macht krank."