GRÜNE legen kritische Analyse der Projektstudie zur Stadionneukonzeptionierung des Stadions Aue vor

Uwe Kaettniß, Kreisvorsitzender der Erzgebirgs-GRÜNEN

Der Kreisverband Erzgebirge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert die Ende Februar vorgestellte Projektstudie zur Durchführung eines Wirtschaftlichkeitsvergleichs im Rahmen der Stadionneukonzeptionierung des Stadions in Aue. Dazu haben die GRÜNEN nunmehr eine kritische Analyse dieser Projektstudie vorgelegt.

Im Verlauf umfangreicher Diskussionen und Meinungsbildungen haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge den Standpunkt entwickelt, dass Art und Umfang der Stadionertüchtigung einen entschieden zu großen Anteil der Investitionsmittel des Landkreishaushaltes bindet, dass die Projektentwicklung in der Verwaltung, sowie die Entscheidungsprozesse auf politischer Ebene unvollkommen und viel zu intransparent sind.

Hohe Risiken für den Haushalt des Landkreises

Unter Betrachtung der bis heute zur Verfügung gestellten Informationen zum Projekt zeichnen sich eine Reihe von Risiken für den Haushalt des Landkreises ab, die wir für nicht verantwortbar halten.

Die Veröffentlichung der Projektstudie zur Durchführung eines Wirtschaftlichkeitsvergleiches und weiterführender Untersuchungen im Rahmen der Stadionneukonzeptionierung des Sparkassen-Erzgebirgsstadions Aue durch ein Team der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig veranlasste uns deshalb zu einer genaueren Betrachtung des vorgelegten Materials.

Handlungsalternative "Modernisierung" nachteilig behandelt

In Auswertung der Unterlagen wurde deutlich, dass durch eine Vielzahl falscher oder unbegründeter Annahmen eine schwerwiegende Beeinflussung des Endergebnisses dieses Wirtschaftlichkeitsvergleiches vorliegt. Dabei wurde nachweisbar mindestens die Handlungsalternative "Modernisierung" nachteilig zugunsten der Alternative "Umbau" behandelt.

Kritische Analyse der Projektstudie

Aus diesem Grund geben wir Ihnen hiermit unsere ausführliche und kritische Analyse der Projektstudie für die weitere politische Diskussion zur Kenntnis: 

Die Projektstudie der Universität wurde vom Landkreis leider nicht zum Abruf im Internet veröffentlicht, was ein weiteres Zeichen der Intransparenz der Planungen und Auswertungen darstellt. Unter nachfolgendem Link findet sich lediglich eine kurze Zusammenfassung, welche die wissenschaftlichen Grundannahmen allerdings unberücksichtigt lässt: