GRÜNE lehnen Baupläne auf dem Hofgarten ab und rufen betroffene Bürger zur Teilnahme am Beteiligungsverfahren auf

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN

Dunja Schulze, Stadträtin der GRÜNEN in Schwarzenberg

Zur Änderung des Bebauungsplanes am Hofgarten durch die Stadt, der den Weg für einen zu errichtenden Wohnpark seitens der Wohnungsbaugenossenschaft auf grüner Wiese ebnet, äußern sich die erzgebirgischen GRÜNEN folgendermaßen:

"Nachdem im April vergangenen Jahres nach Bekanntwerden der Bebauungspläne Proteste von Anwohnern laut wurden, die den Verlust an Lebensqualität in ihrem Wohnumfeld beklagten, erteilte die Stadtverwaltung dem Ansinnen der Genossenschaft zunächst eine Absage. Die Kommunalwahlen im Mai standen kurz bevor. Nun, nachdem auch die Schwarzenberger OB-Wahl noch keine vier Wochen der Vergangenheit angehört, sind alle "Gefahren" beseitigt. Bürgerwille und Proteste der Betroffenen können wieder ignoriert werden und man legt sich rasch ins Zeug, damit der Wohnpark Gestalt annehmen kann. Bedauerlich, dass in solchem Stil städtische Politik betrieben wird", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

Bereits vor einem Jahr hatten die GRÜNEN sich bemüht, die Wohnungsbaugenossenschaft zum Umdenken zu bewegen. Angesichts des demografischen Wandels mit einhergehendem Leerstand, des fortschreitenden Flächenverbrauches und der Zerstörung naturnaher, innerstädtischer Grünflächen sei es unverantwortlich, auf der Kreisratwiese einen neuen Wohnpark zu errichten.

"Eine Überbauung dieser Fläche liefe auch den Zielstellungen des sächsischen Landesentwicklungsplanes entgegen, der eine strenge Begrenzung von Siedlungsflächen sowie die vorrangige Nutzung bzw. Nachnutzung vorhandener Bauflächen und Brachen fordert."

"Es ist zudem nicht nachvollziehbar, warum die Bauherren neuen Wohnraum schaffen wollen und ihre schönsten Häuser am oberen Hofgarten, die den jetzt geforderten "modernen Wohnformen" am nächsten kommen, in den 90er Jahren aus ihrem Bestand getilgt und verkauft haben", so Kahl weiter.

Die Stadträtin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dunja Schulze, ruft daher alle Betroffenen auf, von ihrem demokratischen Recht auf Einsicht in die Unterlagen Gebrauch zu machen und während des Zeitraumes vom voraussichtlich 27.07.15 bis 28.08.15 alle relevanten Einwände zum geplanten Projekt in der Stadtverwaltung geltend zu machen. "Ich kann allen Initiativen und Bürgern nur raten, ihre Bedenken, Meinungen und Hinweise in das Beteiligungsverfahren einzubringen, in dem sich jene an die Stadtverwaltung, insbesondere an das Bauamt,  wenden", so die GRÜNEN-Stadträtin.