GRÜNE machen Vorschläge zur Innenstadtbelebung in Schwarzenberg

Ulrike Kahl, Vorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN

Zum Freie Presse-Artikel vom 22. März 2013 in der Schwarzenberger Ausgabe zum Thema "Innenstadtbelebung" beziehen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wie folgt Stellung:

"Wir begrüßen, dass die Parkgebührenfreiheit in der Innenstadt für Oberbürgermeisterin Hiemer ein hohes Gut ist. Die Einzelhändler auf dem Markt sind auf die kostenlosen Parkplätze angewiesen, um mit den Einkaufszentren und Supermärkten konkurrenzfähig zu bleiben. Denn diese bieten überall uneingeschränkt kostenloses Parken vor ihren Märkten", so Ulrike Kahl, Kreisvorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN.

Die Forderung des Erhalts kostenfreier Innenstadtparkplätze war einer der Punkte, welche die GRÜNEN in ihrem im Februar beschlossenen Positionspapier zur Innenstadtentwicklung "Für lebendige Innenstädte in unserer Heimat" vorgestellt hatten. Das Papier nimmt eine Bestandsaufnahme des Innenstadtlebens in den Städten des Erzgebirgskreises vor und zeigt aus Sicht der GRÜNEN bestehende Handlungsoptionen auf.

In Hinblick auf das Thema Mobilität sind aus Sicht der GRÜNEN in Schwarzenberg aber nicht nur kostenfreie Parkplätze und sichere Wege für Fußgänger erforderlich. Vielmehr ist auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr eine wichtige Voraussetzung für ein belebtes Stadtzentrum. Daher fordern die GRÜNEN, dass in Schwarzenberg die Buslinie über den Marktplatz wiederbelebt wird. Gerade für Senioren und bei schlechten Witterungsbedingungen wäre ein solcher "Markt-Bus" ein wichtiges Argument, sich für den Einkauf beim Einzelhändler auf dem Markt, anstatt im Einkaufszentrum zu entscheiden.

Zur Belebung der Schwarzenberger Innenstadt fordern die GRÜNEN zudem eine Stärkung der Wochenmarktkultur. Der Wochenmarkt könnte als regelmäßig wiederkehrendes Ereignis wieder ein maßgeblicher Faktor werden, um das Stadtzentrum zu beleben.

Dazu Ulrike Kahl weiter: "Oftmals werden interessierte Händler durch die Standgebühren abgeschreckt, die sich aufgrund der erwartbaren Einnahmen für sie nicht lohnen. Weil sie deshalb den Märkten fern bleiben, leidet darunter die Attraktivität des gesamten Marktes und dessen Vielfalt. Diese Abwärtsspirale könnte in Schwarzenberg durchbrochen werden, indem man überdenkt, die Standgebühren gänzlich abzuschaffen. Der Wochenmarkt wäre dann zwar weniger kommunale Einnahmequelle, aber dafür eine starke Maßnahme zur Wiederbelebung der Innenstadt.

Zudem ist es von enormer Wichtigkeit, dass sich die Stadt aktiv in die Händlerakquise für den Wochenmarkt einbringt. Eine Zurschaustellung regional produzierter Verbrauchsgüter ist schließlich auch ein Aushängeschild für die Vielfalt des örtlichen Handwerks und der Produktionskultur nach außen."

Zusätzlich braucht die Schwarzenberger Innenstadt aus Sicht der GRÜNEN noch weitere Frequenzbringer: So könnte auch die Ansiedlung von Arztpraxen, einer Poststelle oder ein Bürgerservicebüro als Außenstelle des Rathauses mehr Bürger auf den Markt locken.