GRÜNE: Nahverkehr im Erzgebirge bedarf kreativer Weiterentwicklung

Heiko Reinhold, Vorstandssprecher der Erzgebirgs-GRÜNEN

Zur Aktion der Leipziger Verkehrsbetriebe, die in dieser Woche die Kfz-Zulassung als Fahrschein für alle Busse und Bahnen akzeptieren, erklärt Heiko Reinhold, Vorstandssprecher des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Solche niedrigschwelligen Angebote werden nicht nur in Leipzig benötigt. Wer sich um die Finanzierung des ÖPNV Gedanken macht, darf nicht nur Ausgaben in Form von Bus-Linien kürzen. Um mehr Menschen zum Mitfahren zu bewegen, müssen attraktive und flexible Fahrtmöglichkeiten angeboten werden. Die Leipziger Aktion bietet sich zur Nachahmung an.

Auch Kombi-Tickets (Eintrittskarten als Fahrschein) wären bei günstiger ÖPNV-Anbindung als überzeugendes Werbemittel geeignet.

Unser Verkehrsverbund VMS mit seinem Tarifzonensystem hat sich weitgehend bewährt. Allerdings fehlt es häufig an kreativen Weiterentwicklungen. Die Konzentration auf das Chemnitzer Modell bindet dabei wesentliche Mittel und Möglichkeiten.

Neben eventuell kostenlosen Einstiegsangeboten halten wir ein Sozialticket für bedürftige Menschen für eine sinnvolle Lösung, um mehr Fahrgäste zu gewinnen und gleichzeitig für mehr Teilhabe zu sorgen. Auch dabei ist Leipzig schon seit mehreren Jahren Vorbild. Bereits 2008 wurde dort ein entsprechender Beschluss gefasst, während in Chemnitz im selben Jahr dieser Antrag abgelehnt wurde."