GRÜNE nominieren Dan Fehlberg als Bundestagskandidaten im Wahlkreis 163 (Chemnitzer Umland - Erzgebirgskreis II)

Die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestagswahlkreis 163 "Chemnitzer Umland-Erzgebirgskreis II" haben auf ihrer Nominierungsversammlung am Freitag, dem 18. Januar 2013, in Hohenstein-Ernstthal den früheren mittelsächsischen Kreisrat Dan Fehlberg zum Bundestagsdirektkandidaten gewählt. Der Rechtsanwalt mit Kanzleien in Chemnitz und Stollberg wurde einstimmig gewählt. Der 37-jährige verheiratete Familienvater ist zudem Mitglied des Landesparteirates der sächsischen Grünen. Es gab keine weiteren Bewerber.

Bundestagskandidat Dan Fehlberg (GRÜNE)

Aufstellungsversammlung Hohenstein-Ernstthal - v.l.n.r.: Heiko Reinhold (Sprecher KV Erzgebirge), Jens Mohr (Sprecher KV Mittelsachsen), Bundestagskandidat Dan Fehlberg, Gerhard Sonntag (Sprecher KV Zwickau), Dr. Claudia Maicher (Landesvorsitzende)

Der 37-jährige Rechtsanwalt setzt im Wahlkreis auf die Themen Arbeit, Energiewende und Massentierhaltung

Die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestagswahlkreis 163 "Chemnitzer Umland-Erzgebirgskreis II" haben auf ihrer Nominierungsversammlung am Freitag, dem 18. Januar 2013, in Hohenstein-Ernstthal den früheren mittelsächsischen Kreisrat Dan Fehlberg zum Bundestagsdirektkandidaten gewählt. Der Rechtsanwalt mit Kanzleien in Chemnitz und Stollberg wurde einstimmig gewählt. Der 37-jährige verheiratete Familienvater ist zudem Mitglied des Landesparteirates der sächsischen Grünen. Es gab keine weiteren Bewerber.

 
Fehlberg betonte in seiner Bewerbungsrede, die Themen Arbeit, Energiewende und Massentierhaltung in den Mittelpunkt seines Bundestagswahlkampfes zu rücken: "Jeder, der arbeitet, muss von seiner Hände Arbeit leben können! Es kann nicht sein, dass der Staat Niedriglöhne am Ende des Tages aufstocken muss. Damit muss Schluss sein, deswegen braucht es endlich einen Mindestlohn in Deutschland", betonte der Anwalt, der seinen Schwerpunkt im Arbeitsrecht hat. "Es darf auch nicht sein, dass Frauen für die gleichen Tätigkeiten rund 25 Prozent weniger Lohn erhalten als Männer", sprach Fehlberg das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern an.


Fehlberg möchte zudem die wirtschaftlichen Chancen einer sauber geplanten Energiewende herausstellen: "Mit der unter Rot-Grün eingeleiteten Energiewende etablierten sich gerade auch in unserer Region überregional bekannte Unternehmen der Photovoltaikindustrie mit vielen Beschäftigten. Mit dem Schlingerkurs der aktuellen Bundesregierung gerieten einzelne Unternehmen auch in diesem Wahlkreis ins Schleudern. Wir Grüne müssen einen realistischen Fahrplan für die Energiewende beschreiben, der den Investoren und Unternehmen Planungssicherheit zusichert. Wir müssen sehen, dass die Energiewende und ihre hochwertigen Produkte aus der Region zum Erfolg werden und dürfen den Wettbewerbsvorsprung nicht kopflos an China verspielen."


"Wir müssen angesichts der Masse an geschlachteten Tiere jeden Tag und der Menge weggeworfenen Essens zu einer Agrarwende kommen. Nicht zuletzt die zurückliegenden Berichte zum massiven Antibiotikaeinsatz in der Fleischproduktion zeigen, dass wir hier ein Umdenken brauchen: Weniger Billigschnitzel und lieber einen guten Sonntagsbraten aus bäuerlicher Landwirtschaft nach Schweizer Vorbild. Bei dieser Agrarwende liegt noch viel Weg vor uns", erläuterte Fehlberg.


"Die Grünen legten unter allen allen Parteien im Erzgebirgskreis in der Mitgliederzahl am stärksten zu", eröffnete Heiko Reinhold, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes Erzgebirge und Kreisrat aus Stollberg, sein Grußwort mit einer kurzen Presseschau der vergangenen Tage. Gerade mit regionalen Themen und verlässlichen Ansprechpartnern in der Region seien die Grünen im Erzgebirgskreis seit der letzten Bundestagswahl spürbar gewachsen. Diesen Schwung gelte es mit in die anstehende Bundestagswahl zu nehmen, so Reinhold. Die Landesvorsitzende der sächsischen Grünen, Dr. Claudia Maicher, skizzierte das aktuelle Stimmungshoch für die Grünen in ganz Deutschland und betonte, dass die Grünen vor allem mit ihren aktuellen Themen immer mehr Menschen erreichen. Dies könne sich nach den Worten Maichers bei der Bundestagswahl im Herbst auch in einem starken Wahlkreisergebnis niederschlagen.


Der Bundestagswahlkreis 163 "Chemnitzer Umland-Erzgebirgskreis II" umfasst Teile der Landkreise Mittelsachsen, Zwickau und Erzgebirgskreis und wurde erst im Zuge der letzten Bundestagswahl 2009 gebildet. In den 40 Gemeinden des Wahlkreises sind 38 Grünen-Mitglieder gemeldet. Die Nominierung der Grünen für die Direktkandidatur im anderen erzgebirgischen Bundestagswahlkreis 164 "Erzgebirgskreis I" ist am 20. Februar 2013 angesetzt.