GRÜNE nominieren Siegfried Weiß für Bürgerpreis Erzgebirge

Heiko Reinhold, Sprecher der GRÜNEN im Erzgebirge

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge nominieren Siegfried Weiß aus Auerbach/Erzgebirge für sein Engagement im Naturschutz für den "Bürgerpreis Erzgebirge 2009".

Heiko Reinhold, Sprecher der GRÜNEN im Erzgebirge, sagte dazu:

"Wir schlagen Siegfried Weiß für den Bürgerpreis vor, da er sich seit
vielen Jahrzehnten ehrenamtlich und vielfältig im Naturschutz engagiert.
Er arbeitet u.a. im Verein Sächsischer Ornithologen e. V. und leitet die
Ortsgruppe Ornithologie/Naturschutz Auerbach/Erzgeb. Außerdem ist er als Beringer tätig und kümmert sich u. a. um Fledermäuse und Ameisen. Durch seine regelmäßig durchgeführten Vogelstimmenwanderungen kann er viele Naturinteressierte für die Vogelwelt begeistern."

Diese Aufzählung ist noch nicht einmal vollständig.

Die Würdigung eines solchen Naturschützers erscheint zunächst ziemlich
unspektakulär und lässt politisch kaum einen Dissens vermuten.
Allerdings sieht die Sache anders aus, wenn man bedenkt, dass das
Engagement dieser meist unauffällig agierenden Menschen oft durch
gedankenloses oder ignorantes Handeln von anderen Menschen zunichte
gemacht wird. Die zunehmende Versiegelung, Zerschneidung und Vernichtung von Lebensräumen, leichtfertige Abholzungen und fehlender politischer Wille stellen die langfristige, geduldige Arbeit der Naturschützer in Frage. Artenvielfalt wird leider oft nicht als Wert erkannt. Stattdessen
werden "beschleunigte Genehmigungsverfahren" oder "Gentechnik" als große Errungenschaften gepriesen.

Ein konkretes Beispiel: Siegfried Weiß hatte sich dafür eingesetzt, dass
die Niederwürschnitzer Beizschlammdeponie an der Alten Ziegelei einen
"sanften", naturverträglichen Umbau erfährt, um die dortige reichhaltige
Vogelwelt nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Leider wurde darauf keine
Rücksicht genommen. Eine Enttäuschung mehr.

Es gibt eine offensichtliche Diskrepanz zwischen den Umweltschutz-Empfehlungen, die im privaten Leben umgesetzt werden sollen und dem behördlichen Handeln, das eine Vorbildwirkung (besonders im Bau- und Landschaftsgestaltungsbereich) oft vermissen lässt.
Mehr Einbeziehung der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger bei
gravierenden Entscheidungen würde zum einen das Vertrauen in unsere
Demokratie stärken und zum anderen manche Fehlentscheidung ersparen.

 

Links:

www.buergerpreis-erzgebirge.de