GRÜNE setzen Herrenmühle auf Denkmalradar - Abriss des stadtbildprägenden Gebäudes keine Option

BÜNDINIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge haben angesichts der jüngsten Diskussionen und neuen Eigentumsverhältnisse - die denkmalgeschützte Herrenmühle in Schwarzenberg betreffend - die Plattform des "Denkmalradars" genutzt, um das überaus stadtbildprägende Gebäude vor dem weiteren Verfall zu retten. "Ein von etlichen Generationen über die Jahrhunderte hinweg genutztes Gebäude, welches nun als nicht mehr erhaltenswert eingestuft wird, den Abrissbaggern preiszugeben, ist für uns GRÜNE keine Option. Nur allzu oft und schnell schwinden Wille und Kraft für einmalige Sachzeugen unserer Geschichte, wenn sie keinen praktischen Nutzen mehr bringen und der finanzielle Aufwand für nicht gerechtfertigt erscheint", so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

Die neue Internetplattform des Denkmalradars ermöglicht es, dass Angebot und Nachfrage von historischen, ungenutzten Bauten Mitteldeutschlands zusammenfinden. Jeder Bürger kann kulturgeschichtlich bedeutsame, leerstehende Objekte fotografieren und auf der Homepage des Denkmalradars (www.denkmalradar.de) mit Ortsangabe und Kurzbeschreibung veröffentlichen. Die Schwarzenberger Herrenmühle jedenfalls ist dort jetzt präsent.

"Oft finden sich, wie jüngst das Beispiel des denkmalgeschützten Stadtcafes in Zschopau - für welches bereits ein Stadtratsbeschluss zum Abriss vorlag - zeigte, noch Kaufinteressenten und Investoren, die wertvoller, historischer Bausubstanz eine neue Zukunft geben. Diese Chance sollten wir auch der Herrenmühle geben, ohne die Stadtbild und Geschichte von Schwarzenberg um vieles ärmer wäre. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich bundesweit Unternehmen, Architekten oder andere Denkmalfreunde finden, die mit innovativen Ideen dem Gebäude ein neues Leben einhauchen und für die Nachwelt erhalten", so Kahl weiter.