GRÜNE zu Flüchtlingen in Schneeberg: Keine Instrumentalisierung durch Nazi-Partei zulassen

Ulrike Kahl, Vorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN

Zu dem für Samstag angekündigten NPD-Aufmarsch gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in der ehemaligen Schneeberger Jägerkaserne appellieren BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge an die Bewohner der Stadt, diesen Aufruf zu ignorieren und sich trotz ihrer eventuellen Sorgen von den Rechtspopulisten nicht instrumentalisieren zu lassen.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass demokratiefeindliche Kräfte unter Führung der Nazi-Partei hier im Erzgebirge die Situation auf eine solche Weise ausnutzen und auf dem Rücken der Schwachen ihre menschenverachtende und Ängste schürende Haltung zum Ausdruck bringen", so Ulrike Kahl vom Kreisvorstand der GRÜNEN.

Aufforderung zur Teilnahme am Friedensgebet in der St. Wolfgangs-Kirche

"Die Schneeberger Bürger und alle demokratisch gesinnten Kräfte sollten sich stattdessen zum Zeichen des Widerstandes gegen die NPD-Aktion am Freitag und in den folgenden Wochen zum Friedensgebet in der Wolfgangskirche versammeln, um Zeichen der Toleranz und des Widerstandes gegen die Menschenfeinde zu setzen."

GRÜNE sehen Handlungsbedarf bei Betreuung der Flüchtlinge

Unabhängig davon sehen die erzgbirgischen GRÜNEN durchaus Handlungsbedarf in der sofortigen Aufstockung von kompetentem und qualifiziertem Personal für die soziale Betreuung der Asylsuchenden, welches ein entscheidendes Kriterium für den sozialen Frieden in der Erstaufnahmeeinrichtung ist.

 

Freitag, 18. Oktober, 17.30 Uhr, Ökumenisches Friedensgebet in der Schneeberger St.-Wolfgangs-Kirche als Gegenveranstaltung zur NPD-Kundgebung gegen Asylbewerber

ca. 18.00 Uhr, Veranstaltung für Menschlichkeit, Toleranz und friedliches Miteinander vor dem Schneeberger Rathaus

 

ab 28.10.2013: immer montags Friedensgebet in St.-Wolfgangs-Kirche