GRÜNEN-Abgeordnete fordert Fracking-Moratorium auch in Sachsen

Annekathrin Giegengack, Mitglied des Sächsischen Landtags

In Anbetracht der aktuell kontroversen Diskussion um die Fracking-Technologie zur Erdgasgewinnung hat die Landtagsabgeordnete Annekathrin Giegengack (GRÜNE) eine Kleine Anfrage an die Sächsische Staatsregierung gerichtet, deren Antwort nun vorliegt.

Dazu Annekathrin Giegengack: "Wir werden genau hinschauen, wie sich der Freistaat zu dieser riskanten und unausgereiften Technologie verhält, umso mehr nach Altmeiers jüngstem Schwenk. Solange Wasser und umweltgefährdende Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten eingebracht werden, Grundwasser beeinträchtigt werden kann und ökologische Langzeitfolgen noch nicht erforscht sind, ist das Fracking-Verfahren für GRÜNE keine Option zur Erdgasgewinnung - zumal in einem dicht besiedelten Land. Niedersachen und Nordrhein-Westfalen wollen ein Moratorium, dem sollte sich Sachsen anschließen."

Bei Fracking handelt es sich um eine Methode, mit der Gas aus tiefen Gesteinsschichten gefördert werden soll. Seit Jahren in Deutschland kontrovers diskutiert, hat sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin nun dahingehend geeinigt, die umstrittene Gasgewinnung unter Auflagen zu ermöglichen. Noch im November 2012 hatte Bundesumweltminister Altmaier auf der Umweltministerkonferenz zugestimmt, dass es so lange nicht zum Einsatz von Fracking in Deutschland kommen wird, solange noch Wasser und umweltgefährdende Chemikalien eingesetzt werden. Im jüngsten Entwurf ist das so nicht mehr vorhanden.