GRÜNEN-Bundestagsabgeordneter Stephan Kühn unterwegs in der (künftigen) Welterbe-Montanregion Erzgebirge

Der GRÜNEN-Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn war am 10. Juli im Rahmen seiner Sommertour unterwegs in der (künftigen) Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Der GRÜNEN-Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn war am 10. Juli im Rahmen seiner Sommertour unterwegs in der (künftigen) Welterbe Montanregion Erzgebirge:

Kleines Berggeschrey im Erzgebirge - erstes neues Bergwerk seit 40 Jahren in Deutschland

Noch vor drei, vier Jahren waren die Erwartungen an ein neues Berggeschrey im Erzgebirge groß, eine Renaissance des Bergbaus im Erzgebirge wurde erwartet. Viele der Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Die Lagerstätten sind oft zu klein, um mit den Produktionskosten tatsächlich wirtschaftlich arbeiten zu können. Zwar wurde an zahlreichen Stellen neu erkundet, aber nur in Niederschlag bei Oberwiesenthal wird tatsächlich abgebaut. Hier ist die EFS Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH aktiv. Es ist das erste neue Bergwerk seit 40 Jahren in Deutschland. Wir trafen uns am 10. Juli mit Martin Zimmermann, Geschäftsführer und Grubenleiter. Bergbau ist heute ohne große Abraumhalden und große Absetzbecken aus der Verarbeitung möglich. Die Aufbereitungsanlage in Aue arbeitet mit einem geschlossenen Wasserkreislauf.

Blaufarbenwerk in Zschorlau - hoffentlich bald eine UNESCO-Welterbestätte 

Die Blaufarbenwerke erzeugten blaue Glasfarben, dessen Pigment Kobaltblau aus kobalthaltigem Erz gewonnen wurde. Bereits 1649 begann die Blaufarbenproduktion direkt an der Zwickauer Mulde. Als Schindlerswerk GmbH & Co. KG ist sie heute die wahrscheinlich weltweit älteste noch produzierende Farbenfabrik. Mit ihr verbunden ist eine lange Tradition der Produktion von blauen Kobaltpigmenten und der gewerblichen Herstellung von Farbpigmenten. In neuerer Zeit wurde die Produktion u.a. um diverse Anstrichstoffe erweitert. Das damals weltbekannte "Wäscheblau" wird als Nostalgie-Produkt in Edelkatalogen vertrieben. Das Blaufarbenwerk Schindlers Werk ist eine ausgewählte Stätte in der Montanregion Erzgebirge für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe. Warum diese Welterbestätte in spe eines der Sorgenkinder unter den Bewerbungsobjekten ist, konnten wir beim Rundgang mit Geschäftsführer Gerd Bochmann am Ausmaß des Sanierungsbedarfes einiger Gebäude spüren. Hoffentlich wird die Montanregion 2016 in die Welterbeliste aufgenommen!