Hephata Insolvenz: Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen

„Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen.“

 

So oder ähnlich müssen sich wohl derzeit die Handwerker fühlen, die nach der Insolvenz der Hephata bis heute auf Ihren unbezahlten Rechnungen sitzen und deren Vertrauen in die Diakonie Sachsen als einer Organisation in kirchlicher Trägerschaft irreparabel beschädigt sein dürfte. Nicht genug, dass die Diakonie die Handwerker in der trügerischen Sicherheit wiegte sie werde für die Bezahlung der Rechnungen sorgen, nein, obendrein kommt das Mitglied des Landtages Alexander Krauß (CDU) daher um die genarrten Unternehmen darüber zu belehren, dass sie sich eben anders hätten absichern müssen.

Uwe Kaettniß, Mitglied im Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Erzgebirge

Am >>12.<< und am >>15. Februar 2011<< berichtete die FREIE PRESSE über die Hephata Insolvenz, die Konsequenzen für die örtlichen bauausführenden Firmen und zitierte dabei MdL Alexander Krauß (CDU) mit den Worten, die Handwerker hätten sich eben besser absichern müssen.

Dies kommentiert Uwe Kaettniß, Kreisvorstandsmitglied der GRÜNEN:

„Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen.“

So oder ähnlich müssen sich wohl derzeit die Handwerker fühlen, die nach der Insolvenz der Hephata bis heute auf Ihren unbezahlten Rechnungen sitzen und deren Vertrauen in die Diakonie Sachsen als einer Organisation in kirchlicher Trägerschaft irreparabel beschädigt sein dürfte. Nicht genug, dass die Diakonie die Handwerker in der trügerischen Sicherheit wiegte sie werde für die Bezahlung der Rechnungen sorgen, nein, obendrein kommt das Mitglied des Landtages Alexander Krauß (CDU) daher um die genarrten Unternehmen darüber zu belehren, dass sie sich eben anders hätten absichern müssen. Im besten Fall handelt es sich hier um Ahnungslosigkeit, im schlimmsten Fall um Zynismus. Doch von einem Politiker einer Partei, zu deren Selbstverständnis christliche Verantwortungsethik und wirtschaftliche Expertise gehören,  sind derartige, von keinerlei Sachverstand getrübten Äußerungen nicht hinnehmbar. Wer nur im Ansatz Kenntnis von Absicherungen gegen Zahlungsausfälle hat weiß, dass unter den beschriebenen Umständen der drohenden Insolvenz, der ungeklärten Trägerschaften und drohender Fördermittelrückforderungen überhaupt keine externe Absicherung möglich war. Üblicherweise wird in solchen Situationen nur noch gegen Abschläge und Vorkasse oder Hinterlegung von Banksicherheit Leistung erbracht. Im Fall des Antonshöher Bauvorhabens hätte dies unweigerlich zur Einstellung und Nicht-Vollendung des Baues geführt. Aus dem Bauprotokoll wird in dem Artikel zitiert: „Jeder sollte sich seiner hohen Verantwortung bewusst sein." Die Handwerker haben verantwortungsvoll gehandelt. Die Diakonie Sachsen und MdL Alexander Krauß als Politiker und Mitglied des Verwaltungsrates der Diakonie sind leider weit davon entfernt ihrer Verantwortung gerecht zu werden.